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26202 Sprüche gefunden

... Niemand wollte es [das Leben] gerne lassen und sterben, da doch immer ein Unglück über das andere käme und wäre da kein Aufhören bis in den Tod.

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... du [das Leben] bist nur Narr des Todes, denn durch die Flucht strebst du ihm zu entgehn und rennst ihm ewig zu.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623

Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild; Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht Sein Stündchen auf der Bühn', und dann nicht mehr Vernommen wird: ein Märchen ist's, erzählt Von einem Dummkopf, voller Klang und Wut, Das nichts bedeutet.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 5. Aufzug, 5. Szene, Macbeth

Man sagt, es sey im Leben, Wie mit dem Würffelspiel; Wann nicht thut fallen eben, Was man woll haben wil, So muß man, was gefallen, Gedultig nehmen an.

Domann, J., Gedichte. Aus: Schön new Lied von der alten teudtschen Hansa, in Ton des Rolandes, 1618. Originaltext

Dieses Leben ist eine Schiffahrt, der Tod ist der sicherste Hafen. Unser Erdenleben ist ein Gefängnis für die Seele, der Tod ist die Befreiung daraus.

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Das Leben gleicht dem Stahle; braucht man ihn, so glänzt er; läßt man ihn still liegen, so frißt ihn der Rost. Rasten heißt rosten. Liebst du Glanz und Ehren, so liebe die Arbeit!

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Das Licht des Tages schauen ist das Süßeste Für Menschenkinder und die Unterwelt ein Nichts.

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr

Nur schön zu leben oder schön zu sterben geziemt den Edlen.

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Nein, das beste ist, zu leben, wie man grade leben kann.

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Jeder Mensch, und sei er Sklav' auch, freuet sich, das Licht zu schauen [zu leben].

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Der lebt wohl, der verborgen lebt.

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Nicht sein Leben mit dem anfangen, womit man es zu beschließen hätte. Manche nehmen die Erholung am Anfang, und lassen die Mühe für das Ende zurück: allein erst komme das Wesentliche, nachher, wenn Raum ist, die Nebendinge.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [249.]

Das Leben imitiert die Kunst.

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Viele Menschen leben so vorsichtig, daß sie wie "neu" sterben.

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Gott schuf die Tage und wir müssen hindurch.

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Die Tage fließen dahin, und unwiederbringlich verrinnt das Leben.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 123. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Fluunt dies et inreparabilis vita decurrit

Nicht Leben ist ein Gut, sondern gut leben.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). III, 31. Übersetzt von J. M. Moser (1829). Originaltext: Non est bonum vivere, sed bene vivere

Das Leben der Toren ist unerfreulich und angsterfüllt; es wird durchgängig nur von der Rücksicht auf die Zukunft bestimmt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 15. Brief. Übersetzt von Otto Apelt, 1924. Seneca zitiert hier Epikur Originaltext: Stulta vita ingrata est et trepida, tota in futurum fertur

Leben ist: einfach ein verdammtes Ding nach dem anderen.

Hubbard, One Thousand and One Epigrams, 1911

Wo der Teufel nicht selbst hin will, schickt er ein Weib.

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Der Reiz ist hin, der Zauber bricht! So ist des Lebens wildes Fieber: Delirium, das uns besticht; Wir sollten schrein, und lachen lieber. Und jede lichte Pause hebt Die Hülle von den blut'gen Narben; Und wer der Weisheit folgt, der lebt Als Märtyrer, wie Heil'ge starben.

Byron, Gedichte. Aus: The Spell is broke, 1810