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26202 Sprüche gefunden

Delinquenten des Lebens, die wir sind, von denen keiner eine Begnadigung zu hoffen hat, bitten wir nur um eine schmerzlose Hinrichtung.

Pauly, Aphorismen, 1905

Beste Welt und bestes Leben? Beide können nur besserwerden, aber nichtsein, als sie in jedem gegebenen Augenblickesind.

Gött, Tagebücher und Briefe. Aus den Tagebüchern 1894-1900, hg. von Roman Woerner, München 1914. 15. Februar 1897

Lebensverlängerung Ärger und Sorgen Dem Nächsten spare, Kannst ihm das Leben Verlängern auf Jahre.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Wer zu schnell lebt, stirbt unter den Balken des Strohdaches wie auf den Wogen des Meeres vor der Zeit.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 25 vom 20. Juni 1782

Sein ist eben »sein« und nicht »Sein«. Will man es nicht als Zeitwort gelten lassen, so muß man es unter die Ewigkeitsworte einreihen.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Auf dem Maskenball des Lebens demaskiert sich mancher erst in der Todesstunde.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Je mehr man lernt, nicht mehr in Augenblicken, sondern in Jahren usw. zu leben, desto edler wird man.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke medizinischer Enzyklopädistik

Alles Leben ist Kampf, weil es Feuer ist.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Wenn du das Leben aushalten willst, richte dich auf den Tod ein.

Freud, Zeitgemäßes über Krieg und Tod, 1915. II. Unser Verhältnis zum Tode

Die kommenden Tage Es weht ein Gespinst um die Brunnen der Nacht, Drin flattern die Wünsche des Lebens, Die einen so glühend, die andern so sacht Im Dunkel erwacht – Die Nornen sie wirken's und weben's. Versunken in brütenden Gründen, was war, Was sein wird, entbrodelt den Tiefen – Es steigen die Stunden, es jüngt sich das Jahr, Aufschimmert die Schar Der Tage, die schattenhaft schliefen. Nun schlürfen sie Blut an den Brüsten der Zeit, Schon wiehert das Kampfroß der Frühe, Der Hahn schlägt weitauf die Flügel und schreit In die Ewigkeit, Und Flut rauscht aufs Mühlrad der Mühe.

Henckell, Gedichte, 1898. Im Weitergehn, 1911

Leben zu lernen ist der Endzweck aller Auferziehung; – auf verschiedene Art leben zu müssen ist das Schicksal der Menschheit und es in seiner Lage nicht zu können und nicht recht gelernt zu haben das größte Unglück aller Stände.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 23 vom 6. Juni 1782

Das Vorrecht der Fische, wie der Ratten und Wölfe ist es, nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu leben, das der Menschheit, nach denen des Rechtes zu leben.

Ruskin, Ausgewählte Werke in vollständiger Übersetzung, 15 Bde., 1900-1906. Band 5: Diesem Letzten: Vier Abhandlungen über die ersten Grundsätze der Volkswirtschaft, 1902. III. Qui Judicatis Terram. (Ihr die auf Erden richtet)

Zurück ins schon gelebte Leben Sieh selten nur, wenn's traurig macht, Und, Rechenschaft davon zu geben, Dir nicht das Herze lacht!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Ich hinge wahrlich nicht so sehr An diesem leidigen Leben, Wenn irgend sonst noch ein Mittel wär', Um Allerlei zu erleben.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Manche Menschen haben angstvoll ihren Auftritt vor Augen. Sie denken immerzu an ihre Scene... dabei ist der Abgang viel schwieriger. Hier den richtigen Zeitpunkt nicht zu versäumen, ist wichtig ... viel wichtiger als der Auftritt.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Was spricht, hat Leben – und die ganze Natur, sie spricht zu uns.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Die Weltreihen Was ist unser thun auff Erden? An die Welt geboren werden: Sprach- und ganglos in der wiegen Sonder eigne hülffe liegen: Kriechen / lauffen / stehen / sizen / Hungern / dürsten / frieren / schwizen: Eitle müh und arbeit tragen: Sich mit vielen sorgen plagen: Und zu letzt den geist aufgeben: Wiedrum staub' und asche werden / Das ist unser thun auff Erden.

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Heutzutage betrachten die meisten ihr Leben als Gegenstand der Spekulation. Es ist keine Spekulation. Es ist vielmehr ein Heiligtum. Liebe heißt sein Leitstern.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wo ruhig sich und wilder Unstete Wellen teilen, Des Lebens schöne Bilder Und Kläng verworren eilen, Wo ist der sichre Halt? – So ferne, was wir sollen, So dunkel, was wir wollen, Faßt alle die Gewalt.

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Wer sein Leben auf Kosten anderer erhalten will, muss es sobald es nötig ist, auch für sie hingeben.

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762. Zweites Buch, 5. Kapitel: Recht über Leben und Tod

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 1,4)