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26202 Sprüche gefunden

Hoff' nicht allzu viel vom Leben: Was im Überfluß zu geben Manchmal es verspricht, Hält es schließlich nicht! Doch verzag' auch nicht am Leben: Was es nie versprach zu geben, Gibt es plötzlich oft Reich und unverhofft!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Zwischen der Wieg und dem Sarg wir schwanken und schweben Auf dem großen Kanal sorglos durchs Leben dahin.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigramme. Venedig 1790

Nichts ist vernünftiger als der Wille, zu leben.

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Lebenszweck Hülflos in die Welt gebannt, Selbst ein Rätsel mir, In dem schalen Unbestand, Ach, was soll ich hier? – Leiden, armes Menschenkind, Jede Erdennot, Ringen, armes Menschenkind, Ringen um den Tod.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Wenn ihr ein Jahr gelebt und den Wechsel der Jahreszeiten erlebt habt: Winter, Frühling, Sommer, Herbst, dann habt ihr alles gesehen und nichts Neues werdet ihr mehr erblicken.

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Das Leben ist wie eine Speise, welche uns nur ihrer Gewürze wegen schmeckt.

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Unser Leben sei wie unser Atem: rhythmisch und leidend, stetig sich selbst erfüllend, keines Zweckes gedenkend.

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Ein Leben haben wir, und dies nur eine Leben, Dies, dies verschwenden wir im blinden Ohngefähr! Als wärs zu sparsamer Benutzung nicht gegeben, Als wenn's das zwanzigste von tausend Leben wär'!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Wir gehen wie Reisende über die Meere.

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Des Lebens Zeit ist kurz; Die Kürze schlecht verbringen, wär' zu lang.

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600. 2. Aufz., Percy

In jedem Leben geschieht es noch einmal, daß es sich müht, wiederzubeginnen wie mit Neugeburt: mit Recht nennt das vielzitierte Wort die Pubertät eine zweite Geburt.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Existieren ist zwar eine Unvollkommenheit im Vergleich mit dem ewigen Leben der Idee, aber eine Vollkommenheit dem gegenüber, gar nicht zu sein.

Sellmair (Hg.), Weisheit unterwegs. Worte der Meister, 1941 (3. Auflage 1948)

Ja, es gibt das Übel, und wenige Menschen würden ihren Lebenslauf erneut beginnen wollen, wohl kaum einer auf hunderttausend.

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Streiflichter und Schlagschatten Schlaffheit, Stumpfsinn überall, Langeweile, Unbehagen, Unter hohler Floskeln Schwall Schlechtverhehltes Selbstverzagen, Toller Luxus, Schwindelei, Statt Genuß – Betäubung, Leere, Der Verarmung Riesenschrei Bei des geist'gen Druckes Schwere; Knechtsinn und Prostitution, Schmutz und übertünchter Firnis, Dogmenstreit für Religion Und für Recht – Ukasen-Wirrnis, Mechanismus statt Genie, Und kein Fünkchen Poesie.

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Was ist denn … flüchtiger als das Leben, was ist uns schärfer auf den Fersen als der Tod?

Petrarca, F., Briefe. An Socrates in Avignon

Das Leben des Menschen muß sich von Tag zu Tag zum Besseren wandeln.

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Wie läßt sich doch das Leben genießen, wenn man es versteht.

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Wir sind offenbar nur Übergangswesen und unser irdisches Dasein ist augenscheinlich nur der Vorgang oder die Fortsetzung des Daseins einer Puppe, die sich in einen Schmetterling verwandelt.

Dostojewski, Sinn der Läuterung, zusammengestellt von J. Schirmer, Berlin 1938

Und wenn du dein Leben nicht führen kannst, wie du es dir wünschst, versuche wenigstens, so weit es dir möglich ist, dies: Entwürdige es nicht in all diesen Gesellschaften der Welt, in den vielen Bewegungen und Reden.

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Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Und daß ich endlich scheiden muß, Daß endlich doch das letzte Lied Und endlich kommt der letzte Kuß. Noch hing ich fest an deinem Mund In schmerzlich bangender Begier; Du gibst der Jugend letzten Kuß, Die letzte Rose gibst du mir. Du schenkst aus jenem Zauberkelch Den letzten goldnen Trunk mir ein; Du bist aus jener Märchenwelt Mein allerletzter Abendschein. Am Himmel steht der letzte Stern, O halte nicht dein Herz zurück; Zu deinen Füßen sink ich hin, O fühl's, du bist mein letztes Glück! Laß einmal noch durch meine Brust Des vollsten Lebens Schauer wehn, Eh seufzend in die große Nacht Auch meine Sterne untergehn.

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Lebe nicht für kurze Zeit, Lebe für die Ewigkeit!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786