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26202 Sprüche gefunden
Ein Leben, das keine Widerwertigkeit hat, muß man unter denen suchen, die nur von Morgen bis Abend gelebet.
Geh' deinen Weg Auf rechtem Steg, Fahr' fort und leid', Trag' keinen Neid, Bet', hoff' auf Gott In aller Noth, Sei still und trau, Hab' acht und schau; Groß' Wunder wirst du sehen.
Unser Leben ist nur eine Folge unbedeutender Taten, die, zu Gott emporgetragen, aber unsere Ewigkeit formen.
Die Geschichte hat ihre Launen im Erhalten wie im Zerstören.
Es geschieht nicht alles wegen mir. Es tanzen keine Gestirne, es rauschen keine Bäume wegen mir. Ich muß mich selber ins Leben einfügen, selber den Weg suchen. Wie ich mich selber in das Leben vertiefe, so wird es sich mir weiten.
Wie das Dunkel der Nacht die Lichter des Himmels enthüllt, so enthüllt sich uns inmitten der uns umgebenden Armut und Erniedrigung die ganze Schönheit und Bedeutung des Lebens.
Je kühner das Leben, desto mehr ist es ‹Ich›.
Ja – sein Leben bestand aus Augenblicken, und vor lauter Augenblicken war er nicht zum Leben gekommen.
Schwerer als auf anderen Zeiten der schwarze Tod, lastet auf unserem Zeitalter die Seuche des grellen Lebens.
Beherzt im Leiden, Im Glück bescheiden, Gerecht in beiden Der armen Welt, Die viel verspricht Und wenig hält; Doch ob sie bricht, Ob stählt den Mut, Nur immer tut Gar wohl bestellt, Was Gott gefällt.
Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.
Der Reichtum des Lebens steckt nicht in einem Menschen, er steckt in allen.
In meine stillen Träume In meine stillen Träume schleichst du dich allnächtlich ein, dein Haupt sinkt an meine Schulter, der Mond blickt durchs Fenster herein. Vor meinem Lager duften die Rosen berückend schwül; ich berge verwirrt mein Antlitz in dem seidenen Spitzenpfühl. Du bist ja zu mir gekommen im Traume, in der Nacht; da ist in mir Unglückseligen die Leidenschaft neu erwacht. Die Gluten, die schlummermüden, schlugen zur Flamme empor, ich suche im Traume das Leben und finde verschlossen das Tor.
Ich fürchte, das Leben ist dazu angethan, uns vieles ertragen zu lehren, was uns zuerst unmöglich erschien.
Das Leben ist ein ermüdender Kreislauf, gleich einem Postwagen, der immer reist und nie weiter kommt.
Das Leben muß eine unaufhörliche Erziehung sein, man muß alles lernen, vom Sprechen bis zum Sterben.
Die Ruine Was war da versammelt für Herrlichkeit? Was hat da verblutet für Herzeleid? Da war aller Lust, allem Leide gerecht Im Kommen und Gehen manch stolz' Geschlecht Vor alter Zeit! Die Mauern, die öden, sie ragen weit, Kein Hall mehr in ihnen von Lust noch Streit; Die Chronik erzählet wohl manche Mär', Die Steine verschweigen Nutz und Lehr' Aus alter Zeit! Und wenn dann dich, Wandrer, hinabgeleit't Die Wehmut ob menschlicher Nichtigkeit, Bedenke, wie wenig an Frist vergeht, So wird auch veröden die unsre Statt' Gleich alter Zeit! Der Ort, wo du liefest im Kinderpfaid, Der Hain, wo du küßtest die erste Maid, Der Saal, der einst Zechern das Echo gab, Veröden, sowie auch dein Mal am Grab, Alt deine Zeit! Dann wallen wohl andre von Wegen weit Den Stätten zu unsrer Vergangenheit Und seufzen, wie einst wir, aus banger Brust: Wie sind wir der Sonne so kurz bewußt, Wie keine Zeit!
Welch ein ruhevolles Leben ist das für den, der flieht dem weltlichen Lärmen und dem versteckten Pfad folgt, auf dem die wenigen Weisen dieser Welt gegangen sind.