Alle Sprüche
Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.
26202 Sprüche gefunden
Wir leiden unter dem Leben, weil wir nicht mit ihm fertig werden können. So ist eine ewige Unruhe in uns, ein verzehrendes Feuer, das Verlangen nach einem ganz anderen, neuen Menschensein.
Leben ist dem leicht, der nicht weiß, oder der vergißt sorglos, was vergangen, und was zu erwarten ist. Nach des Täters Hingang bleiben seine Taten stehn eine Zeitlang, um nach ihm von hinnen auch zu gehn.
Das Leben ist kurz, wenn es diesen Namen verdient nur, insofern es angenehm ist; denn wenn man alle die Stunden, welche man auf angenehme Weise zubringt, zusammenstellte, so würde man aus einer großen Anzahl von Jahren kaum ein Leben von einigen Monaten zusammenbringen.
Betrübe dich nicht über das was außer dir vorgeht! Die Menschen sind nicht anders gegen einander, im Großen wie im Kleinen.
Schreitet ins Leben zurück! Nehmet den heiligen Ernst mit hinaus, denn der Ernst, der heilige, macht allein das Leben zur Ewigkeit.
Jede neue Lage (und wär's nur ein Stubenwechsel) ist stärkende frische Luft; wir fahren und graben sonst unser Gleis und unsern Hohlweg so tief ein, daß wir enge drin stecken, ohne Himmel und Erde zu sehen.
Ich bin mir selbst ein unbekanntes Land und jedes Jahr entdeck ich neue Stege. Bald wandr' ich hin durch meilenweiten Sand und bald durch blütenquellende Gehege. So oft mein Ziel im Dunkel mir entschwand, verriet ein neuer Stern mir neue Wege.
Statt nach alter Gewohnheit nur immer zu fragen: was ist das Leben wert, nämlichunswert? lautet heute die Frage geziemender, stolzer sowohl wie bescheidener: was sindwirdem Leben wert?
Lohnt es sich nach alledem noch, zu leben? Doch lebt man – aus Neugier; man erwartet etwas Neues … Es ist lächerlich und ärgerlich!
Die einzige Aufforderung, zu welcher der Gedanke an den Tod uns führen sollte, wäre die, das Leben mit dem höchsten Inhalt zu füllen, jedem Augenblick den edelsten Wert zu verleihen.
Das ist der Sinn der schweren Wege, daß sie uns zum Eigenwerden zwingen wollen.
Wir lernen unser Leben durch seine Wirkungen kennen.
Ich sehe diese entsetzlichen Weiten des Weltalls, die mich einschließen, und ich finde mich an einem Winkel dieses gewaltigen Raums gefesselt, ohne daß ich weiß, warum ich an diesem Ort und nicht vielmehr an einen anderen gestellt bin und warum die kurze Frist, die mir zu leben gegeben ist; mir gerade zu diesem Zeitpunkt und nicht vielmehr zu einem anderen der ganzen Ewigkeit, die auf mich folgt, bestimmt ist. Ich sehe überall nur Unendlichkeiten, die mich wie ein Atom und wie einen Schatten einschließen, der nur einen unwiederbringlichen Augenblick lang dauert.
Leben ist ein ständig Streiten, Ist ein ewiges Geschehn. Stille stehn heißt: Rückwärts schreiten, Rückwärtsschreiten untergehn.
Diese Begierde, die Pyramide meines Daseins, deren Basis mir angegeben und gegründet ist, so hoch als möglich in die Luft zu spitzen, überwiegt alles andere und läßt kaum augenblickliches Vergessen zu.
Wie eine Insel erhebt sich aus unzugänglichen Tiefen der kleine Umkreis des bewußten Lebens.
Ein kleiner Ring Begrenzt unser Leben, Und viele Geschlechter Reihen sich dauernd An ihres Daseins Unendliche Kette.
Wie wenig Spur bleibt doch von einer Existenz zurück!
Wir brauchen in der Landschaft unseres Lebens Höhen und Tiefen, wie unbequem sie auch sein mögen, damit unsere Gedanken und Kräfte strömen können.
Dies Leben ist die Fahrt über ein Meer, bei der wir auf demselben engen Schiffe uns begegnen. Im Tode erreichen wir das Ufer und gehen jeder in seine Welt.
Klägliche Narren, die wir sind! Nur einen Augenblick haben wir zu leben und den machen wir uns so schwer wie wir nur können!