Alle Sprüche
Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.
26202 Sprüche gefunden
Ich leide nicht, meine Freunde, aber ich fühle eine gewisse Schwierigkeit, zu existieren.
Man überschätzt das Leben, und das macht dessen Verlust so schmerzlich.
Es gibt kühne Sportsleute, denen das Leben andrer ebenso wertlos erscheint, als das ihrige tatsächlich ist.
Das Dasein ist ein unbebautes Land, Vom Lufthauch überweht, vom Sonnenstrahl umlodert; Und diese tote Wildnis fordert Das Leben erst von unsrer Hand.
Jeder Schatten ist im letzten doch auch Kind des Lichts, und nur wer Helles und Dunkles, Krieg und Frieden, Aufstieg und Niedergang erfahren, nur der hat wahrhaft gelebt.
Ist dein Leben deiner Lust Oder deines Leidens Bild? Lebst du weiter, weil du will(s)t Oder weil du mußt?
Die Abkunft. Rühme dich nicht des Stammes, von dessen Natur Du nicht mehr bist; was von dem glänzenden Feuer stammet, wird Asche genannt.
Wenn alles vor mir und hinter mir versinkt – die Vergangenheit im traurigen Einerlei wie ein Reich der Versteinerung hinter mir liegt – wenn die Zukunft mir nichts bietet – wenn ich meines Daseins ganzen Kreis im schmalen Raume der Gegenwart beschlossen sehe – wer verargt es mir, daß ich dies magre Geschenk der Zeit – den Augenblick – feurig und unersättlich wie einen Freund, den ich zum letzten Male sehe, in meine Arme schließe?
Sinnender Spatenstich Unter der Erde murkst etwas, Unter der Erde auf Erden. Pitschert, drängelt. – Was will das Ding oder was wird aus dem Ding, Das doch in sich anfing, einmal werden?? Knolle, Puppe, Keim jeder Art Hält die Erde bewahrt, Um sie vorzubereiten Für neue Zeiten. Die Erde, die so viel Gestorbenes deckt, Gibt dem Abfall, auch Sonderlingen, Asyl und Ruhe und Schlaf. Und erweckt Sie streng pünktlich zu Zwiebeln, zu Schmetterlingen. Zu Quellen, zu Kohlen – – – Unter der Erde murkst ein Ding, Irgendwas oder ein Engerling. Zappelt es? Tickt es? Erbebt es? – Aber eines Tages lebt es. Als turmaufkletternde Ranke, Als Autoöl, als Gedanke – – – Fäule, Feuchtigkeit oder feiner Humor Bringen immer wieder Leben hervor.
Das ganze Leben ist ein Verschlingen und Umschmelzen der Dinge in unser eignes Metall.
Und senkt einst die Göttin die Waage, zerreißt sie, was mild sie gewebt, – ich schließe die Augen und sage: Ich habe geliebt und gelebt!
Das Leben baut nichts auf, wozu es nicht die Steine anderswo ausbricht.
Zwei kleine Worte Es gibt viel Jammer in der Welt, viel tausend gebrochene Herzen; an allen Ecken und Enden hallt der Aufschrei grosser Schmerzen. Ein Elend aber kenne ich – es kann kein größ'res geben; zwei kleine Worte schließen's ein – es heißt: Verfehltes Leben.
Aber mein Leben, jeder Augenblick dieses Lebens, was auch immer in Zukunft mit mir geschehen wird, wird nicht mehr sinnlos und vergeblich sein wie bisher; es hat einen unbezweifelbaren Sinn bekommen: er liegt in dem Guten, das ich in jeden Augenblick meines Lebens hineinzulegen vermag.
Unglaublich, wie erträgt ein Herz, Was schon zu denken unerträglich! Hinhalten Hoffnungen den Schmerz, Ihn brechend, den sie steigern täglich. Man hofft und hofft, bis hoffnungslos Geworden das geliebte Leben, Dann gibt man auf die Hoffnung blos, Das Leben war schon aufgegeben.
In ewig gleichem Maße fliegen Des Lebens Schalen auf und ab – Die Mutter an der Kinder Wiegen, Die Kinder an der Mutter Grab.
Ich will den Sturm! Ich will den Sturm, der mit den Riesenfäusten Vom Boden der Alltäglichkeit mich reißt Und mich hinauf in jene Höhen schleudert, Wo erst das Leben wahrhaft Leben heißt! Ich will den Sturm, der mit gewaltgem Athem Zur lichten Gluth die stillen Funken schürt Und, alle Kräfte dieser Brust entfesselnd, Zum Siege oder zur Vernichtung führt! Laß mich nicht sterben, Gott, eh meine Seele Ein einzig Mal in Siegeslust gebebt – Ich kann nicht ruhig in der Erde schlafen, Eh ich nicht einmal, einmal ganzgelebt!
Der Mensch kennt nichts als sein Dasein in der Zeit, und dessen gleitenden Wandel hinab von der sonnigen Höhe in die furchtbare Nacht.
Arbeiten und darnach trinken, trinken und darnach arbeiten, welch köstliches Leben!