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Wenn Ihr bei dem, was heut vorübergleitet, Nicht viel erlebt, nicht allzuviel erlebt: Der Teppich, den man festlich ausgebreitet, Ist bunt, doch ist nicht alles drein gewebt.
Dass du sowohl lange als kurz leben kannst, darauf richte dich ein.
Leben, was bist du, denn ein Heimverlangen. Seele, was bist du, denn ein Senker zur Nacht. Gut und Blut, was seid ihr, denn trübere Schemen. Abends, wann der Regen fällt.
Wir wünschen uns leidenschaftlich, es möchte ein anderes Leben geben, in dem wir dieselben bleiben, die wir hienieden gewesen sind. Aber wir bedenken nicht, dass wir, sogar ohne erst auf dieses andere Leben zu warten, schon in diesem hier nach einigen Jahren dem untreu werden, was wir gewesen sind und was wir selbst in der Unsterblichkeit noch wiederfinden wollten.
Das Leben ist der wichtigste Teil des menschlichen Daseins.
Die ersten Jahre deines Lebens bist du Regen und weisst es nicht Dann die Jahre in denen du strömst allen Widerständen entgegen in denen du suchst deinen eigenen Lauf in denen du wirst Bach Fluss Strom Dann die Jahre in denen du bist Meer in sich machtvoll wogend und stürmisch in sich angekommen still und weit Und dann die Jahre in denen du sinkst weg vom Licht weg vom Regen hinab an den Grund und du weisst es nicht
Wenn man wüsste, was Lebensglück kostet, möchte niemand es kaufen.
Lebenslied. Steh und falle mit eignem Kopfe, Thu das Deine, und thu es frisch! Besser stolz an dem irdnen Topfe Als demüthig am goldnen Tisch: Höhe hat Tiefe, Weltmeer hat Riffe, Gold hat sorgliches Schlangengezisch. Bau dein Nest, weil der Frühling währet, Lustig bau’s in die Welt hinein. Hell der Himmel sich droben kläret, Drunten duften die Blümelein – Wagen gewinnet, Schwäche zerrinnet: Wage! dulde! die Welt ist dein. Steh nicht horchend was Narren sprechen; Jedem blüht aus der Brust sein Stern. Schicksal webt sich an stygischen Bächen, Feigen webt es sich schrecklich fern: Steige hinnieder! Fasse die Hyder! Starken folget das Starke gern. Wechselnd geht unter Leid und Freuden Nicht mitfühlend der schnelle Tag; Jeder suche zum Kranz bescheiden, Was von Blumen er finden mag; Jugend verblühet, Liebe verglühet: Lebe! halte! doch lauf nicht nach.
Doch selbst, wenn alles … nur Traum und Utopiawäre, unser Lied ist und wirsind. … Ein Leben und Buch voll Wahrheit, Irrtum und Widerspruch, voll Sehnsucht, Glauben, Verzweiflung, Erfüllung, Verzicht und Erlösung, voll Hohnlachen, Groll und Empörung, voll Sonne, Gewitter, Freude und Elend, Klage, Jammer und Jubelschall, voll Quellenrauschen und Gipfelhauch, voll Stille und Sturm, Ruhe und Reigentanz der unergründlichen Seele.
Wie das so wechselt Jahr um Jahr, Betracht ich fast mit Sorgen. Was lebte, starb, was ist, es war, Und heute wird zu morgen.
Im Leben geht es nicht zu wie in den Fabeln. Es hat nicht jeder Abschnitt seinen gereimten Schlußspruch.
Leben ist Trieb, Wille, Flamme, Angriff.
Das Leben ist wie eine Prozession. Wer langsam geht, findet sie zu schnell und steigt aus. Wer schnell geht, findet sie zu langsam und steigt auch aus.
Alle menschlichen Dinge dauern nicht ewig, sondern neigen sich stets vom ersten Anbeginn herunter, bis sie ihr letztes Ende erreichen, vorzüglich das Leben des Menschen.
Das Leben ist kein Traum und wir nicht seine Schattengestalten. Die Zeit bleibt. Wir zwar vergehen; uns erbleichen die bunten Erscheinungen, das Licht, welches auf das reiche Gemälde fällt; allein wenn wir auch am Ende nichts gerettet hätten, als die selige Hoffnung, dort erst anfangen zu dürfen: wäre man umsonst geboren? Aber wir haben mehr.
Das Leben stirbt jeden Abend und wird mit jedem Morgen neugeboren.
Das Leben wird ursprünglich als Wir erlebt, als Sippe, Horde etc. Der Einzelne fühlt sich kaum als Individuum.
Hymnus an das Leben Du, brausend aus ewig schwangerer Nacht Und ewig zeugendem Lichte, Aus feuchtem Brodem und Glut entfacht, Verwegenstes der Gedichte: Geträumt von Gott, dem ursprünglichen Geist, Dem Grund des Abgrunds entquollen, Du, das da schäumt und zittert und kreist – Wie rollen Geheimnisvoll die Rhythmen des Alls Durch deine dämonischen Fluten, Im Wirbel der Wollust, im Schrei des Metalls, In gewitterflammenden Ruten! Im adlerschwebenden Gletschersang Der unbesieglichen Seelen, Im schattendämmernden Untergang – In Höhlen Der schwelenden Wut und des heimlichen Leids, Im Feuer der stolzen Empörung, In blühender Rosen berückendem Reiz, In seliger Sehnsucht Erhörung. In lachender Laune weltheiterem Laut, In Genien, der Urkraft ergeben, Was da atmet und schwingt, was da leuchtet und taut: Du Leben!
Kann das Leben selbst nicht währen, Kann es doch sich neu gebären, Daß unendlich es erscheint.
Spiel des Lebens Zwischen Hassen, zwischen Lieben Seltsam hin und her getrieben, – Heute voll von Zärtlichkeiten, Morgen schwertbereit zum Streiten, – Diesen Händedruck empfangen, Jenem aus dem Weg gegangen, – Jetzt Hans Dampf in allen Gassen, Später gott- und weltverlassen, – In der Frühe flammentrunken, Abends kraftlos hingesunken, – Und so zwischen Himmel, Hölle, Auf und ab an Rad und Welle, Ist mein Leben angeschirrt, – Wehe, wie es enden wird!