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26202 Sprüche gefunden

Je näher Freundschaft, je bittrer Feindschaft.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man muss seinen Freunden so wenig als möglich beschwerlich fallen.

Hegel, Philosophische Propädeutik, 1808-11. Erster Kursus. Unterklasse. Rechts-, Pflichten-, und Religionslehre. Zweiter Abschnitt. Pflichtenlehre oder Moral. IV. Pflichten gegen Andere. §67

Es gibt Personen, um die sich bittere Feinde oft verdienter machen, als Freunde von angenehmer Höflichkeit. Jene reden doch oft die Wahrheit, diese niemals.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr

Ich habe mir soeben einen kleinen Hund gekauft. Wenn er nicht gerade die Tollwut bekommt, so wird er mich sicherlich nicht beißen oder mir jemals Schaden zufügen: Von denen, die ich meine Freunde nenne, könnte ich das nicht behaupten.

Constant, Tagebuch (Journal intime), 1804-1816

Nur wer selbst viel Geist hat, wird den Geistreichen zu seiner Gesellschaft wünschen; seine Freundschaft hingegen wird sich nach den moralischen Eigenschaften richten: denn auf diesen beruht seine eigentliche Hochschätzung eines Menschen, in welcher ein einziger guter Charakterzug große Mängel des Verstandes bedeckt und auslischt.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

Was zu einander paßt auf Erden, zusammenfüge das der Weise. Wie können wir in Freundschaft leben! Bist du doch Zehrer, ich die Speise.

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Die Maus zur Katze. Übersetzt von Ludwig Fritze, 1888

Eine vollkommene Freundschaft gibt es nur zwischen guten und an Rechtschaffenheit sich gleichstehenden Menschen!

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Aus dem Gleichgültigen einen Gegner gemacht, – das liegt schon auf dem Weg zur Freundschaft.

Merian (Hg.), Weite. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter. Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1927

Freunde und Maulesel versagen auf schlechtem Weg.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Den Wert echter Freundschaft, die so selten vorkommt, lernt man erst im Alter schätzen. Die Jugend hat keinen Begriff davon.

Bodenstedt, Morgenländische Sprüche und Sentenzen (in: Kunst und Leben. Ein neuer Almanach für das deutsche Haus, Bd. 1), um 1878

Wollte dem Freund man sofort bös werden um jedes Versehen, Wäre die Freundschaft bald, bald die Verbrüderung hin.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 325f.

Unpassende Freundschaften endigen immer mit Abneigung; wir wollen uns lieber zu gleichgebildeten Gesellschaftsgenossen halten.

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Es kommen mitunter Menschen zu uns, von denen wir nie etwas wussten und auf die wir doch immer gewartet haben.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Ein Freund in der Not ist besser als Meeresstille nach Sturm.

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Ein tiefer Mensch braucht Freunde, es wäre denn, dass er seinen Gott noch hat.

Nietzsche, F., Briefe. An Elisabeth Nietzsche, 8. Juli 1886

In der Freundschaft und der Liebe ist es wohl wie in der Kunst. Es muß Geheimnis da sein.

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Eine Freundschaft, die beendet werden kann, hat eigentlich nie so recht begonnen.

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Gott erhalte uns die Freundschaft. Man möchte beinah glauben, man sei nicht allein.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Pause auf dem Töpfchen, in: Die Weltbühne, 23.09.1930, Nr. 39 (Kaspar Hauser), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Tiere sogar lehrt Natur ihren Freund erkennen.

Shakespeare, Coriolanus, Erstdruck 1623

Ich habe nur einen Freund; das ist das Echo. Und warum ist es mein Freund? Weil ich meinen Kummer liebe, und diesen nimmt es mir nicht fort. Ich habe nur einen Vertrauten, das ist die Stille der Nacht; und warum ist sie meine Vertraute? Weil sie schweigt.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Diapsalmata. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Man soll kein fallendes Messer und keinen fallenden Freund auffangen.

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