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26202 Sprüche gefunden

Zwei Menschen können für viele Jahre unter ein- und demselben Dach miteinander reden, treffen sich aber nie und zwei andere sind bei den ersten Sätzen gleich alte Freunde.

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Wer einen edlen Freund verstößt, der stößt sein eigenes Leben fort.

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Wie sucht man auf und ab nachdemFreunde, der alles recht verstehe und an allem teilnehme! Und findet ihn nicht! Wie leicht fände man diesen Freund in sich selbst! Und sucht ihn da nicht!

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Sehr oft ist das Wiedersehen erst die rechte Trennung. Wir sehen, daß der andere uns entbehren konnte, er betrachtet uns, wie ein Buch, dessen letzte Kapitel er nicht gelesen hat, er will uns studieren und wir haben ihn ausstudiert!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1835

Ein der Freundschaft offenes Herz ist erhaben über einen niederen Ehrgeiz.

Friedrich II., Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg, 1747/48

Die Freundlichkeit eines Freundes besticht mehr als das Gold des Despoten, und sicher mehr als sein Dolch.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Ein Freund, der uns unsere Schwächen verschweigt, ist so gefährlich, wie ein Feind, der sie ausnutzt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Liebe offenbart niemals, was die Freundschaft in ihrer höchsten Form sagen läßt.

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Frauen von Freunden Frauen von Freunden zerstören die Freundschaft. Schüchtern erst besetzen sie einen Teil des Freundes, nisten sich in ihm ein, warten, beobachten, und nehmen scheinbar teil am Freundesbund. Dies Stück des Freundes hat uns nie gehört – wir merken nichts. Aber bald ändert sich das: Sie nehmen einen Hausflügel nach dem andern, dringen tiefer ein, haben bald den ganzen Freund. Der ist verändert; es ist, als schäme er sich seiner Freundschaft. So, wie er sich früher der Liebe vor uns geschämt hat, schämt er sich jetzt der Freundschaft vor ihr. Er gehört uns nicht mehr. Sie steht nicht zwischen uns – sie hat ihn weggezogen. Er ist nicht mehr unser Freund: er ist ihr Mann. Eine leise Verletzlichkeit bleibt übrig. Traurig blicken wir ihm nach. Die im Bett behält immer recht.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 21.07.1925, Nr. 2 (Theobald Tiger), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Willst du deinen Freund behalten – nimm ihm nicht die Freiheit.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Allein schreiten wir auf dieser Welt. Die Freunde, so wie wir sie uns erwünschen, sind Träume und Mythen.

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Sieh, ich war so oft allein, Und ich lernte gleich den Zweigen, Gleich dem Stein, Träume wachen, Worte schweigen. Denke, daß ich Dichter bin. Eure Sonne ist nicht meine. Nimm als Freund mich hin, Wenn ich dir auch fremd erscheine. Laß mich lauschen aus der Ferne, Wenn ihr tanzend schwebt, Daß auch ich das Schwere lerne: Wie man narrenglücklich lebt.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910

Es gibt Naturen, welche, sobald sie uns liebgewinnen, sichtlich eine Art Taufe oder Heiligung an uns vollziehen: sie zwingen uns zur Rechtschaffenheit, weil sie an uns glauben.

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Du kannst dich für deinen Freund nicht schön genug putzen: denn du sollst ihm ein Pfeil und eine Sehnsucht nach dem Übermenschen sein.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Freund

Und tut dir ein Freund Übles, so sprich: „Ich vergebe dir, was du mir tatest; dass du es aber dir tatest, — wie könnte ich das vergeben!“

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von den Mitleidigen

Zur echten Freundschaft gehört Mut; und zwar auch deswegen Mut, weil es nicht bloß heißt, für den Freund einstehen, sondern ihn auch gegen sich selber vertreten.

Stammler, Kampf, Arbeit, Feier. Losungen und Werksprüche fürs junge Deutschland, 1939

Die freundlichsten Freunde und die süßesten Weine halten sich am wenigsten.

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Die Freundschaft muß uns gleich finden oder gleich machen.

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Willst du heiraten, steige eine Stufe herab; willst du einen Freund wählen, steige eine Stufe hinauf.

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Die Freundschaft mit dem Bösen ist wie der Schatten eines sandigen Abhangs, welcher herabstürzend den begräbt, der unter ihm sitzt.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886

Mit einem Schlechten soll man weder Umgang noch Freundschaft haben. Wenn eine Kohle heiß ist, so brennt sie, ist sie kalt, so schwärzt sie die Hand.

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Übersetzt von Max Müller, 1844