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Zwei Menschen können für viele Jahre unter ein- und demselben Dach miteinander reden, treffen sich aber nie und zwei andere sind bei den ersten Sätzen gleich alte Freunde.
Wie sucht man auf und ab nachdemFreunde, der alles recht verstehe und an allem teilnehme! Und findet ihn nicht! Wie leicht fände man diesen Freund in sich selbst! Und sucht ihn da nicht!
Sehr oft ist das Wiedersehen erst die rechte Trennung. Wir sehen, daß der andere uns entbehren konnte, er betrachtet uns, wie ein Buch, dessen letzte Kapitel er nicht gelesen hat, er will uns studieren und wir haben ihn ausstudiert!
Ein der Freundschaft offenes Herz ist erhaben über einen niederen Ehrgeiz.
Die Freundlichkeit eines Freundes besticht mehr als das Gold des Despoten, und sicher mehr als sein Dolch.
Ein Freund, der uns unsere Schwächen verschweigt, ist so gefährlich, wie ein Feind, der sie ausnutzt.
Die Liebe offenbart niemals, was die Freundschaft in ihrer höchsten Form sagen läßt.
Frauen von Freunden Frauen von Freunden zerstören die Freundschaft. Schüchtern erst besetzen sie einen Teil des Freundes, nisten sich in ihm ein, warten, beobachten, und nehmen scheinbar teil am Freundesbund. Dies Stück des Freundes hat uns nie gehört – wir merken nichts. Aber bald ändert sich das: Sie nehmen einen Hausflügel nach dem andern, dringen tiefer ein, haben bald den ganzen Freund. Der ist verändert; es ist, als schäme er sich seiner Freundschaft. So, wie er sich früher der Liebe vor uns geschämt hat, schämt er sich jetzt der Freundschaft vor ihr. Er gehört uns nicht mehr. Sie steht nicht zwischen uns – sie hat ihn weggezogen. Er ist nicht mehr unser Freund: er ist ihr Mann. Eine leise Verletzlichkeit bleibt übrig. Traurig blicken wir ihm nach. Die im Bett behält immer recht.
Willst du deinen Freund behalten – nimm ihm nicht die Freiheit.
Allein schreiten wir auf dieser Welt. Die Freunde, so wie wir sie uns erwünschen, sind Träume und Mythen.
Sieh, ich war so oft allein, Und ich lernte gleich den Zweigen, Gleich dem Stein, Träume wachen, Worte schweigen. Denke, daß ich Dichter bin. Eure Sonne ist nicht meine. Nimm als Freund mich hin, Wenn ich dir auch fremd erscheine. Laß mich lauschen aus der Ferne, Wenn ihr tanzend schwebt, Daß auch ich das Schwere lerne: Wie man narrenglücklich lebt.
Es gibt Naturen, welche, sobald sie uns liebgewinnen, sichtlich eine Art Taufe oder Heiligung an uns vollziehen: sie zwingen uns zur Rechtschaffenheit, weil sie an uns glauben.
Du kannst dich für deinen Freund nicht schön genug putzen: denn du sollst ihm ein Pfeil und eine Sehnsucht nach dem Übermenschen sein.
Und tut dir ein Freund Übles, so sprich: „Ich vergebe dir, was du mir tatest; dass du es aber dir tatest, — wie könnte ich das vergeben!“
Zur echten Freundschaft gehört Mut; und zwar auch deswegen Mut, weil es nicht bloß heißt, für den Freund einstehen, sondern ihn auch gegen sich selber vertreten.
Willst du heiraten, steige eine Stufe herab; willst du einen Freund wählen, steige eine Stufe hinauf.
Die Freundschaft mit dem Bösen ist wie der Schatten eines sandigen Abhangs, welcher herabstürzend den begräbt, der unter ihm sitzt.
Mit einem Schlechten soll man weder Umgang noch Freundschaft haben. Wenn eine Kohle heiß ist, so brennt sie, ist sie kalt, so schwärzt sie die Hand.