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26202 Sprüche gefunden

Nur kein Essen aufwärmen, keine einmal getrübte Freundschaft wieder zurechtrücken wollen.

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Man weiß gar nicht, was man hat, wenn man zusammen ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Christiane Vulpius, 25. August 1792

Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art Fortsetzung der Liebe, bei der jedes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem gemeinsamen höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale gewichen ist: aber wer kennt diese Liebe? Ihr rechter Name ist Freundschaft.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Es ist der Lieblingswunsch unseres Lebens, einen Menschen zu finden, der uns dazu bringen kann, das zu tun, was wir können. Dies ist der Dienst, den uns ein Freund leistet. An seiner Seite werden wir leicht groß.

Friedell (Hg.), Emerson. Sein Charakter aus seinen Werken, 1906

List gegen List fällt oft den schlauesten Feind; Doch mehr als sie nützt uns ein treuer Freund.

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Wenn mir die Freundschaft hilft, wie kann die Hoffnung wanken!

Körner, Der grüne Domino. Lustspiel, 1811

Die Nadel hat ein Aug', und doch mag sie nur stechen; Ahm' ihr nicht nach, wenn du an Freunden siehst Gebrechen.

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Was Freunde mit und für uns tun, ist auch ein Erlebtes; denn es stärkt und fördert unsere Persönlichkeit. Was Feinde gegen uns unternehmen, erleben wir nicht, wir erfahren's nur, lehnen's ab und schützen uns dagegen wie gegen Frost, Sturm, Regen und Schloßenwetter oder sonst äußere Übel, die zu erwarten sind.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Heften zur Morphologie, 1. Bandes 4. Heft, 1822

Man muß nicht nur seine Freunde, sondern auch die Freundschaft als solche pflegen. Man muß sie sozusagen begießen.

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Bist du ein Sklave? So kannst du nicht Freund sein. Bist du ein Tyrann? So kannst du nicht Freunde haben.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Freund

Ein guter Freund ist mehr wert als hundert Verwandte.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer Freunden in Noth hülfreich Wohltaten spendet, Der sei stets gefaßt, daß die Freundschaft bald endet.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Ein alter bewährter Freundeskreis ist unbezahlbar, aber er reicht nicht aus, wenn nicht frische Elemente gelegentlich hinzukommen.

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Die Freunde, die ich geküßt und geliebt, Die haben das Schlimmste an mir verübt.

Heine, H., Gedichte. Gedichte 1853 und 1854. Aus: Im Mai

Ein Freund muß Freiheit haben, ohne Zurückhaltung zu raten, ja zu tadeln.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [147.]

Miteinander plaudern und lachen, sich Gefälligkeiten erweisen, gemeinsam schöne Bücher lesen, einander mal necken, mal Achtung bezeugen, gelegentlich auch Meinungsverschiedenheiten austragen, aber ohne Haß. Durch den selten vorkommenden Streit die sonst meist bestehende Übereinstimmung würzen; einander belehren und voneinander lernen; Das ist es, was man an Freunden liebt.

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Von der Freundschaft Wer keinen Freund gefunden, Und immer stand allein, Der hat auch nie empfunden recht Das Glück, ein Mensch zu sein. Wer keinen Freund gefunden, Der ist vielleicht ein – Christ; Der ist vielleicht ein Schurke traun! Wenn er kein Esel ist. Vielleicht ein Unglücksvogel Mag der Verkannte sein, Doch der ist auch der Einzige, Dem ich es kann verzeihn.

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Daran erkenn' ich eben den Freund, daß er mich oder sich nicht unterhalten, sondern bloß dasitzen will.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Dritter Band. 22. Jobelperiode. 93. Zykel

Zu einem Wurstpaket:Es blüht die Wurst nur kurze Zeit, Die Freundschaft blüht in Ewigkeit.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Auch unter den vertrautesten Freunden können Irrungen entstehn, Mißverständnisse eintreten.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 6. Kapitel, 20.

In einem Freunde sieh dein zweites Ich, Dann sorgt er besser als du selbst für dich.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903