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Wähle deine Freunde nach ihrer seelischen Qualität aus, auch wenn sie deine eigenen Hoffnungen und dein Bestreben nicht teilen. Bleibe nicht allein. Du brauchst eine größere, menschliche Familie, um dein Herz öffnen und dich befreien zu können. Betrachte sie als Brüder und Schwestern, mit denen du ein Geheimnis teilst.
O bleib' des Freundes Freund, Und mein' es so mit ihm, als er es mit dir meint.
Freundschaft Wie der Schatten früh am Morgen Ist die Freundschaft mit dem Bösen; Stund' auf Stunde nimmt sie ab. Aber Freundschaft mit dem Guten Wächset wie der Abendschatten, Bis des Lebens Sonne sinkt.
Wenn man nah vor der Flamme der Freude steht, so sieht man zwar Menschen, weil sie leicht zwischen uns und die Wärme treten – aber man sucht sie auch; ein herzlicher Freund ist unser Wunsch und Glück, welcher den frohen Traum, worin wir schlafen und sprechen, leise weiter leitet, ohne ihn fortzujagen.
Wer nicht die Welt in seinen Freunden sieht, Verdient nicht, daß die Welt von ihm erfahre.
Wenn man von der wenigen Übereinstimmung, die das Innere des Menschen mit seinem Äußern hat, ich meine hier der esoterische Mensch mit dem exoterischen, auf etwas Ähnliches in den Werken der Natur schließen kann, so ist das ein schlechter Trost. Denn wie wenig Freunde würden Freunde bleiben, wenn sie ihre Gesinnungen im ganzen sehen könnten.
Ach! nur in den Nächten des Lebens spricht der Freundschaft Flamme; des Glückes Sonne verdunkelt ihren Glanz.
Es ist leicht, eine Geliebte zu finden, und nicht schwer, einen Freund zu behalten; schwerer aber ist es, eine Geliebte zu behalten und einen Freund zu finden.
Liebe den Freund, doch suche dir den, der gütig und ernst ist; Wen dein Fehler nicht kränkt, nimmer hat er dich geliebt.
Wir können nichts lieben, als was auf uns Bezug hat, und wir folgen bloß unserem Geschmack und unserem Vergnügen, wenn wir unsere Freunde uns selbst vorziehen. Nichtsdestoweniger ist es gerade dieser Vorzug, welcher die Freundschaft wahr und vollkommen macht.
Wiederangeknüpfte Freundschaften erfordern größere Sorgfalt als jene, die nie gebrochen worden sind.
Zeitversprengte Freunde Wir Freunde auf einen Faden gereiht, Es kam nicht so, wie wir wollten. Denn unsere Kette riß mit der Zeit, Und wir rollten. Von allen Winden zerstreut und gehetzt, Verschliffen und verwittert, Meinten wir schon: Wir würden zuletzt Sterben total verbittert. Doch unser Trauern lernte Geduld Und lächelt nun ruhig ins Neue. Wir glauben an unsere eigene Schuld Und an die Vergeltung für Treue.
Bekannte helfen mir nichts; es muß ein wahrer Freund oder eine wirkliche Geliebte sein.
Es gibt eine Art von Freunden, die es nur so lange sind, als sie sich die einzigen wissen.
Was sich so gemeinhin Freund zu nennen pflegt, das will doch immer etwas mit uns, wenn es nicht gar von uns etwas will; es zerrt nur an uns herum.
Es ist eines der schönsten Zeichen wahrer Freundschaft, dass wir dem Freunde gegenüber sogar unsere Fehler ablegen.
Selbst in den besten, aufrichtigsten Freundschaftsverhältnissen ist Schmeichelei oder Lob unentbehrlich, gerade wie für Wagenräder die Schmiere notwendig ist, damit sie sich ordentlich drehen.
Der Mann, welcher sich stellt, als merkte er es nicht einmal, daß man ihn verfolgt, der von Zeit zu Zeit sagt: »Gottlob! mir geht es gut; ich habe Freunde«, wird für einen mächtigen Bundesgenossen gehalten, dessen man schonen müsse, dahingegen über den Verlassenen jeder, wie die benachbarten Fürsten über das Eigentum einer kleinen Reichsstadt, herfällt.
Woran die Freundschaft oft scheitert: an ihrer Intimität.