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26202 Sprüche gefunden

Viel Freunde und wenig Nothelfer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Von einem Freund dürfen wir uns nicht abwenden, auch wenn er Fehler macht.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 3, 43-44. Übers. Internet Originaltext: Nos debemus amici siquod sit vitium non fastidire.

Solange ich bei gutem Verstand bin, soll mir nichts über einen liebenswürdigen Freund gehen.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 5, 44, Übers. Internet Originaltext: Nil ego contulerim iucundo sanus amico.

Du beklagst nun verlorene Reichtümer und hast doch den kostbarsten Schatz von allen gefunden: Freunde.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 2. Buch. Übers. Internet Originaltext: Nunc amissas opes quaerere: quod pretiosissimum divitiarum genus est, amicos invenisti

Das Mahl macht mehr Freunde als der Geist.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Plures amicos mensa quam mens concipit

Ich habe begonnen, mir ein Freund zu sein.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 6,7. Übers. Internet Originaltext: Amicus esse mihi coepi.

Dank dem wahren Freunde, der da nicht bittet, wo das Ja dem Gewissen entgegen, das Nein dem Herzen bitter schwer sein muss.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908. Aus: Einige Perlen aus dem reichen Gedankenschatze meiner Mutter. (Anhang)

Aus aufrichtigen Feinden können aufrichtige Freunde werden. Aus unaufrichtigen Freunden nie.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Um Freund zu sein, genügt nicht Gutherzigkeit. Es gehört dazu Geist, Leidenschaft, Genie.

Peters, Aphorismen, 1931

Viele haben bloß deswegen keine Freunde, weil ihr Herz unfähig ist, die Gefühle der Freundschaft mit gleichen zu erwidern.

Karl von Österreich-Teschen, Aphorismen, 1893

Tugenden, die ihn belästigen, verzeiht mancher dem Freunde schwerer, als Mängel, die ihm gelegen kommen.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Die Freundschaft ist die Gabe, sich mit unerschöpflicher Geduld langweilen zu lassen.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Die Freundschaft kam auf die Erde, als sie den ersten Menschen leiden sah.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Du kannst mit deinem besten Freund wohl dieselbe Sektmarke trinken, aber nicht dasselbe Leid durchleben.

Presber, Der Zirkus mit den hundert Löwen, 1933

Berühmte Männer haben im Tode unendlich viele Freunde gehabt, von denen sie im Leben nichts gewusst haben oder nichts wissen wollten.

Presber, Der Zirkus mit den hundert Löwen, 1933

Misstraue Menschen mit großem Freundeskreis. Denn wirkliche Freundschaft kostet Zeit.

Presber, Der Zirkus mit den hundert Löwen, 1933

Es ist angenehm, mit alten Freunden ins Gespräch zu kommen, wenn man sie trifft, aber enttäuschend herauszufinden, wann die Uhr stehen geblieben ist.

Bowman-Hart, Thoughts and Aphorisms, 1899. Übers. Internet

Wie rettet man sich vor Menschen, deren Verkehr uns unangenehm und schädlich geworden? Man kennt sie nicht mehr.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Die Freundschaft ist wertvoll, die Freunde sind kostspielig.

Engel, Herr Adam und Frau Eva, 1920

Es gibt Menschen, die über ihre Freundschaftsdienste doppelte Buchhaltung führen.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Neue Folge, 1924

Durch seine Fehler macht man sich Freunde, durch seine Vorzüge verliert man sie oft.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Dritte Folge, 1928