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26202 Sprüche gefunden

Wenn du Lust hast, jemanden vor den Kopf zu stoßen, suche dir für den Zeitvertreib nicht gerade Deine Freunde aus.

Liebknecht, W., Briefe. An Karl Marx, 25.1.1865

Besuche deinen Freund, aber mit Abstand; bei zu vielen Besuchen verlierst du ihn.

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Ich will lieber durch den Überfluß der Freundschaft fehlen als durch den Mangel.

Gellert, Die Betschwester, 1745. Originaltext

Die Freunde winken und lassen mich leben. Ich will mich glücklich zum Danke erheben. Da würgt mich ein Taumel und raubt mir die Luft. Ich spüre verwelkter Kränze Duft. Ein rasches Gleiten – – ein stumpfes Scharren – – Der dumpfe Fall von erdenen Schollen. Und stiller wird es. – – Nur fern ein Tollen, Ein Lachen. – – – Freunde sind es und Narren.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910

Freundschaft und Liebe. Hand in Hand und unzertrennbar wandeln Freundschaft und reine Liebe mit einander! Wo die Freundschaft entflieht, da senkt der keusche Eros die Fackel.

Brun, F., Gedichte. 1795

Glücklich, der einen wahren Freund findet, glücklicher, der in seinem Weibe eine wahre Freundin findet.

Schubert, Tagebücher

Freundlos war der große Weltenmeister, FühlteMangel– darum schuf er Geister. Selge SpiegelseinerSeligkeit! – Fand das höchste Wesen schon kein gleiches, Aus dem Kelch des ganzen Seelenreiches Schäumtihm– die Unendlichkeit.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Die Freundschaft, letzte Strophe

Bei Übersendung eines Vergissmeinnicht Diese Blume, deren blaue Blüthe Deutungsvoll der schönste Nahme schmückt, Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte, Hab' ich einsam heut' im Thal gepflückt. Süss umschwebt von Deinem theuern Bilde, Schien sie würdig zur Gesandtin mir; Hin in ferne, trennende Gefilde, Bringe sie den Gruss der Freundschaft Dir. Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen – Schnell verlöschet ihrer Farbe Licht, Doch die Bitte möge Dich erreichen, Die ihr Nahme zärtlich zu Dir spricht.

Ahlefeld, C., Gedichte. Gedichte von Natalie, 1808. Originaltext

Wir zwei Wir haben oft beim Wein gesessen Und öfter beim Grog. Beim Pfandverleiher lag indessen Der Sonntagsrock. Wir haben die lustigsten Mädelgeschichten Ausgetauscht, An Abenteuer und an Gedichten Uns weidlich berauscht. Wir haben, o je, von unsern Schulden Uns vorgeklagt, Vertranken dabei den letzten Gulden: Nur nicht verzagt! Wir haben uns immer zusammengefunden, Wars Wetter schlecht; Und waren die greulichen Wolken verschwunden, Dann erst recht. Wir sind zwei Kirschen an einem Stengel, Ein Zwiegesang, Ein Kanon, wie er von Bach bis Klengel Noch keinem gelang. Wir sind zwei Schelme. Wenn sie uns fangen, Philistergericht, Wir müssen an einem Galgen hangen, Sonst tun wirs nicht.

Falke, G., Gedichte

Es ist seltsam, wie ein Abenteuer, eine Beschwerlichkeit, die wir um eines Freundes willen übernehmen, plötzlich diesem Freunde einen viel höhern Werth in unsern Augen gibt – wie Gärtnern die Pflanzen am liebsten werden, mit denen sie die meiste Mühe hatten.

Pichler, Agathocles, 1808. Calpurnia an Sulpicien. Originaltext

Falsche Freunde sind Schwalben, die nur des Sommers da sind, Sonnenuhren, die nur brauchbar sind, solange die Sonne scheint.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Sieh deine Freunde weder zu oft, noch zu selten.

Platen, Lebensregeln, 1817. [69]

Aus einemguten Bekanntenwird zwar bisweilen einFreund;aber wenn es bei der guten Bekanntschaft bleibt, so unterhalten wir sie bloß deswegen, weil unser guter Bekannte doch einige nützliche und angenehme Eigenschaften hat.

Klopstock, Von der Freundschaft, 1759

Wie oft sehen wir Personen kommen und wieder abtreten, ohne daß sich begreifen läßt, warum sie kamen, oder warum sie wieder verschwinden?

Wieland, Geschichte des Agathon, 2 Bde., 1766-67; umgearbeitet 1773 und 1794. Band 1

Keine Beschäftigung ist derart wichtig, dass Freundschaftspflichten vernachlässigt werden dürfen.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 9: C. Plinius Urso Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nulla enim studia tanti sunt, ut amicitiae officium deseratur

Denn eine Ähnlichkeit der Charaktere ist das stärkste Band der Freundschaft.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch IV, Brief 15: C. Plinius [Minicio] Fundano Suo S. Übers. Internet Originaltext: Cum sit ad conectendas amicitias vel tenacissimum vinculum morum similitudo

Freunden sei alles gemeinsam.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amicorum esse communia omnia.

Bedeutsam aber ist jene Gemeinschaft, die aus dem gegenseitigen Geben und Nehmen von Wohltaten entsteht.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Magna etiam illa communitas est, quae conficitur ex beneficiis ultro et citro datis acceptis

Ratschläge, Gespräche, Ermunterung, Tröstung, ja zuweilen auch Tadel haben in Freundschaften hohes Ansehen.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Consilia, sermones, cohortationes, consolationes, interdum etiam obiurgationes in amicitiis vigent maxime

Und wirklich ist jene Freundschaft am angenehmsten, die eine Ähnlichkeit des Charakters geknüpft hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Estque ea iucundissima amicitia, quam similitudo morum coniugavit

Die Dinge aber, die nützlich erscheinen – Ehrenpositionen, Reichtum, Vergnügungen und dergleichen Dinge mehr –, dürfen niemals der Freundschaft vorgezogen werden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quae enim videtur utilia, honores, divitiae, voluptates, cetera generis eiusdem, haec amicitiae numquam anteponenda sunt