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26202 Sprüche gefunden

Das schönste Gut Wahrlich, der redliche Freund ist unter den Gütern der Menschen Ewig das schönste für den, welcher ihn weise bewahrt.

Schubart, C. F. D., Gedichte

Ein Herz und eine Seele sei Mit seinem Freund der Freund: Liebreich und wahrhaft, mild und frei, In Fern' und Tod vereint! Einst bringt, wer früher starb, in Glanz Dem Brudergeist den Palmenkranz!

Voß, J. H., Gedichte. Aus: Freundschaftsbund

Zwei kräftige Freunde sind wie zwei Uhren, welche in ihren kleinen Perpendikelschlägen wechselnd abweichen und zustimmen, aber bei dem großen ordentlichen Ausschlagen ineinerStunde zusammen treffen.

Jean Paul, Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (in: Cotta'sches Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812), 1811

Widerspruch eines Freundes kann uns Richtschnur werden.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Einzig aus geistiger Freundschaft mit den Lebenden gewinnt man Einblick in die wirklichen Zusammenhänge zwischen Volk und Land.

Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, entstanden im Exil 1939-41, Stockholm 1942 (posthum)

Ich kenne nichts Wohltuenderes auf der Welt als eine Unterhaltung mit einem Freund über schmerzliche Dinge.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Unter Freunden Ein Nachspiel 1 Schön ist's, miteinander schweigen, Schöner, miteinander lachen, – Unter seidenem Himmels-Tuche Hingelehnt zu Moos und Buche Lieblich laut mit Freunden lachen Und sich weiße Zähne zeigen. Macht' ich's gut, so wolln wir schweigen; Macht' ich's schlimm –, so wolln wir lachen Und es immer schlimmer machen, Schlimmer machen, schlimmer lachen, Bis wir in die Grube steigen. Freunde! Ja! So solls geschehn? Amen! Und auf Wiedersehn! 2 Kein Entschuldgen! Kein Verzeihen! Gönnt ihr Frohen, Herzens-Freien Diesem unvernünftgen Buche Ohr und Herz und Unterkunft! Glaubt mir, Freunde, nicht zum Fluche Ward mir meine Unvernunft! Was ich finde, was ich suche –, Stand das je in einem Buche? Ehrt in mir die Narren-Zunft! Lernt aus diesem Narrenbuche, Wie Vernunft kommt – »zur Vernunft«! Also, Freunde, solls geschehn? – Amen! Und auf Wiedersehn!

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Unter Freunden. Ein Nachspiel

Alle Menschen sind meine Freunde.

Rolland, Meister Breugnon (Colas Breugnon), deutsche Erstausgabe 1920

Die Freundschaft, dies heiligste Gut, gehört der Tugend, nicht dem Glücke zu.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 3. Buch. Originaltext: Amicorum vero, quod sanctissimum quidem genus est, non in fortuna, sed in virtute numeratur.

Rücken: Jener Teil eines Freundes, den man betrachten darf, wenn man in Not ist.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Der Allerweltsfreund kann mir nicht genügen.

Molière, Der Menschenfeind (Le Misanthrope ou l’Atrabilaire amoureux), 1666. 1. Akt, 1. Szene, Alceste

Wie kann der noch mein Freund sein, den meine Erfolge verstimmen?

Strindberg, Inferno, 1897

Freunde I. Freunde, die mein lautes Wohl getrunken Und mich stießen, wenn ich hingesunken; Freunde, die mein Herz in Händen trugen Und mich hinterrücks mit Ruten schlugen; Freunde, die mir breiten Lorbeer brachten Und im Stillen meinen Dank verlachten; Freunde, die mein bißchen Brot genossen Und vom eig'nen Mahl mich ausgeschlossen … Ach, wenn ich die schlimme Kette sehe, Weiß mein armes Herz nicht aus vor Wehe. Niemals mocht' ich meinen Degen zücken Nach des Feindes unbewehrtem Rücken; Und wo Haß gedieh und Sünde blühte, Schont' ich ihrer noch mit Menschengüte; Was in eig'ner Seele schlecht geblieben, Geißle ich mir aus mit blut'gen Hieben – – – Aber wenn mich jene Wunden schmerzen, Die von Freundeshand und Freundesherzen, Möcht' ich flieh'n und mir ein Grab bereiten Fern vom Jammer ihrer Sterblichkeiten!

Jacobowski, Leuchtende Tage. Neue Gedichte 1896-1898, Minden 1900

Die unbekannten Freunde Der Dichter wandelt einsam durch das Leben! So ist es und so war's zu allen Zeiten. Entsagung nur darf ihm zur Seite schreiten, Wenn holde Bande sich um and're weben! Doch ein Ersatz ist ihm dafür gegeben: Daß Herzen ihm, in unbekannten Weiten, Entgegen schlagen und wie Harfensaiten Vom Hauche seiner Lieder sanft erbeben. Und wurden solche Freunde dir zu teil, Betrachte sie als höchste Schicksalsspenden, Die für kein flücht'ges Gut der Erde feil! Zweifach gesegnet ist, der sie gewann! Denn in dem stillen Gruß, den sie ihm senden, Fängt auch bereits die Nachwelt für ihn an!

Paoli, B., Gedichte. Letzte Gedichte von Betty Paoli. Auswahl und Nachlass, Stuttgart 1895. Originaltext

Freunde sind gut, vorausgesetzt, dass man sie nicht braucht.

Internet

Vor mir liegen deine Zeilen, Sind nicht Worte, Schriften nicht, Pfeile, die verwundend heilen, Freundesaugen, treu und schlicht. Niemals konnte so mich rühren Noch der Liebsten Angesicht, Wenn uns Augen süß verführen, Und die Welt voll Glanz und Licht: Als in Freundesaugen lesen Meiner eignen Seele Wort, Fester Treue männlich Wesen, In Betrübnis Trost und Hort. So verschlingen in Gedanken Sich zwei Stämme wundertreu, Andre dran sich mutig ranken Kron an Krone immer neu. Prächt'ger Wald, wo's kühl zu wohnen, Stille wachsend Baum an Baum, Mit den brüderlichen Kronen Rauschend in dem Himmelsraum!

Eichendorff, J., Gedichte. Ausgabe 1841. Die Freunde

Es gibt keine Freunde, es gibt nur Momente der Freundschaft.

Renard, Journal, 1905-1910. Übers. Internet

Hiob besaß zwei Freunde; in der Not Ist einer schon genug; bei rauhem Wetter Ist Freundschaft meist ein trauriger Pilot, Ein Arzt, der theuer ist und selten Retter. Murr' nicht, wenn deine Freund' abfallen! droht Der erste Sturm, so fallen auch die Blätter. Wann sich dein Schicksal aufhellt, nun, dann wandre Zum Kaffeehaus' und nimm dir einfach andre.

Byron, Don Juan, 1819-24. Aus: Vierzehnter Gesang

In den Mannjahren sehnt man sich unendlich aber vergeblich nach einem Freunde, der wie ein Jüngling der frühern Jahreallesanhört und aufnimmt.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. September 1817

Denn es ist ja [...] der Freund ein zweites Ich.

Aristoteles, Magna Moralia. 1213a

Wir müssen, in der Tat, alle zusammenhängen – oder wir werden, ganz gewiss, alle einzeln hängen.

Franklin, Erklärung beim Unterzeichnen der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776, zitiert in Jared Sparks (Hg.), The Works of Benjamin Franklin, 1840. Übers. Internet