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26202 Sprüche gefunden

Es ist die Zeit – hab' ich gefunden – Ein großer Charlatan. Warum? Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, Jedoch sie bringt uns Alle um.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1895

Zeit ist Geld, aber Geld ist nicht Zeit.

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Zeitgeist Willst du den Geist der Zeit versteh'n, So mußt du mit ihr vorwärts geh'n, – Sonst holst du sie nicht ein in Jahren. Die Welt geht ruhig ihren Gang, Sie steht nicht still und wartet lang, Bis du ihr keuchend nachgefahren.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1895

Halb zwölf. Wie schnell ist die Stunde vergangen. Halb zwölf. Wie schnell sind die Jahre vergangen.

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Die Zeit flieht – weil sie fürchtet, totgeschlagen zu werden.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1896

Menschenkinder, opfert die Zeit der Ewigkeit!

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Drittes Bändchen. V. Die Schönheit des Sterbens in der Blüte des Lebens, und ein Traum von einem Schlachtfelde, 1813

Der Zug der Zeit ist ein Zug, der seine Schienen vor sich her rollt. Der Fluß der Zeit ist ein Fluß, der seine Ufer mitführt.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43

Der Zeitgeist schafft sich eben seine Werkzeuge.

Musil, Essays. Über Sport. Als Papa Tennis spielen lernte, 1931

Die Zeit ist das Zeug, woraus das Leben gewebt wird; darum verdirb(t) sie nicht.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Denn die Zeit treibt alles vor sich her, Gutes wie Schlimmes; sie führt aber auch Schlimmes ebenso leicht herbei als Gutes.

Machiavelli, Der Fürst (Il Principe), verfasst 1513; päpstliche Druckgenehmigung 1532 (posthum)

Wie schnell doch die Zeit verrinnt, merkst du am besten, wenn du einen Wechsel unterschrieben hast.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Die Zeiten sind schwer, drum muß der Mensch die Freude leicht ergreifen.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Stüssi

Meine Zeit, das ist mein Leben. Wem ich eine Stunde meiner Zeit gebe, dem schenke ich ein Stück von meinem Leben.

Merian (Hg.), Leuchte. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter, Gerhard Merian, um 1922

Die Zeit ist ein Fluß, ein ungestümer Strom, der alles fortreißt. Jegliches Ding, nachdem es kaum zum Vorschein gekommen, ist auch schon wieder fortgerissen, ein anderes wird herbeigetragen, aber auch das wird bald verschwinden.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 4,43. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Zeit und Unwissenheit, die beiden großen Förderer des Betrugs…

Fielding, Tom Jones – Die Geschichte eines Findelkindes (The History of Tom Jones, a Foundling), 1749

Es wird zu allen Zeiten Menschen geben, die von den Ansichten ihres Jahrhunderts, ihres Landes und ihrer Gesellschaft beherrscht werden.

Rousseau, Abhandlung über die Wissenschaften und Künste, 1749. Vorwort

Der Zeit zu viel, der Zeit zu wenig zutrauen, beides ist nicht weise.

Herder, J. G., Briefe

Unendliche Zeit Wirklich, bist du zu schwach, dich der seligen Zeit zu erinnern? Über dem dunkelnden Tal zogen die Sterne herauf, Wir aber standen im Schatten und bebten. Die riesige Ulme Schüttelte sich wie im Traum, warf einen Schauer herab Lärmender Tropfen ins Gras: Es war keine Stunden vergangen Seit jenem Regen! Und mir schien es unendliche Zeit. Denn dem Erlebenden dehnt sich das Leben: es tuen sich lautlos Klüfte unendlichen Traums zwischen zwei Blicken ihm auf: In mich hätte ich gesogen dein zwanzigjähriges Dasein – War mir, indessen der Baum noch seine Tropfen behielt.

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Es kommt alles darauf an, daß man die Zeit wohl braucht und keine Stimmung versäumt.

Goethe, J. W., Briefe. An Friedrich Schiller, 29. November 1795

Der Tag läuft weg wie das Leben, man tut nichts und weiß doch nicht, wo die Zeit hinkommt.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 8. März 1781

Es liegt vor mir ein Stapel Fotos, versonnen schau ich vor mich hin auf all die Bilder, die mich zeigen, als so herrlich jung ich bin. Es sagt der Volksmund, daß die Jugend wohl einer Rosenknospe gleicht, und ich schau auf mein Gegenüber und leise Wehmut mich beschleicht. Da lacht vergnügt und unbekümmert entgegen mir mein eigen Ich und ich stell fest, daß seit dem Lachen ein halb Jahrhundert fast verstrich. Dann aber frag ich mich energisch, sollt ich verzagen denn vielleicht, weil das letzte Lebensdrittel im Lauf der Jahre nun erreicht? Und voller Selbstbewußtsein denk ich, es sieht doch auch ein Trockenstrauß, wenn er geschmackvoll ist gebunden, durchaus recht hübsch und reizvoll aus.

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