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Ich will im Glück sanftmütig und gefühlvoll sein, um seiner würdig zu bleiben; im Unglück will ich geduldig und unverzagt sein, um es zu besiegen.

Grimm, Paris zündet die Lichter an. Literarische Korrespondenz (Correspondance littéraire, philosophique et critique), hg. von Kurt Schnelle, übersetzt von Herbert Kühn, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung 1977. 15.2.1755. Versuch eines Katechismus für Kinder. Originaltext

Der Mensch begehrt was angenehm, und meidet was schmerzlich ist.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. Hier nach der Übers. v. Adolf Lasson, Jena 1909

Glück und Unglück auf der Welt. Wenn man immer wüßte, was Glück und Unglück wäre!

Heinse, Aus Briefen, Werken, Tagebüchern, hg. von Richard Benz, Stuttgart 1958

Wen keine Sorgen und Krankheiten plagen, der ist doch thöricht, wenn er sich nicht glücklich und zufrieden fühlt.

Janitschek, Ninive, 1896. Originaltext

Das Glück liegt im Genuß, nicht in den Dingen, und der Besitz dessen, was man liebt, macht glücklich, nicht dessen, was andere liebenswert finden.

Rochefoucauld, Reflexionen oder moralische Sentenzen und Maximen, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Sie haben das Wort »glücklich« genannt. Wie wird man das, Edwin? Arbeit ist die Bedingung des Lebens, das Ziel Weisheit, und Glückseligkeit, sagen Sie, ist der Preis.

Schiller, Der Spaziergang unter den Linden, 1782. Wollmar

Vor das Glück haben die Götternichtden Schweiß gesetzt.

Kuh, Von Goethe abwärts, 1922

Was brauchte es, damit einer glücklich wurde? Zehn Franken im Tag? Sagen wir lieber gleich fünfzehn. Und auch das wäre nicht genug. Denn man sollte sie nicht verdienen müssen: die fünfzehn Franken sollten von selber kommen, zur festgesetzten Zeit […].

Ramuz, Die Herrschaft des Bösen (Le règne de l'esprit malin), 1917. Übersetzung Internet

Mir ist immer das Glück eine Aufforderung zu größerer Klarheit, zu freierem und erhöhetem Aufschwung der Gedanken gewesen. Der Geist scheint dadurch Flügel zu bekommen. Ich verliere mich in Dank und Anbetung. In dem Sinne ergeht wirklich eine Botschaft an mich, die ich, doppelt froh, willkommen heiße. Allein, dem flüchtigen Gruß des himmlischen folgt Abschied und Trauer, wie aller Glanz die Dunkelheit noch dunkler macht.

Motte Fouqué, Resignation. Roman, 1829. Elise an Sophie

Wieder ein Glück erlebt. Die gefährliche Dürre geneset, Und die Schärfe des Lichts senget die Blüte nicht mehr.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Stuttgart, entst. 1800, Erstdruck 1806

Selig, wer ohne Wunsch ist; wer sich von kleinen Freuden nährt und sich mit ihnen begnügt; wer stets auf ein Gutes hofft, dabei seine schlechten Erfahrungen vergißt und sogar stets das Gegenteil von dem tut, das er tun sollte!

Leopardi, Gedanken aus dem Zibaldone (Pensieri di varia filosofia e di bella letteratura (ab 1817)), 1845 (posthum), übersetzt von Ludwig Wolde 1943

ich habe die ganze brust voll glück und über jedes ende hinaus winkt mir mit goldnen flügeln unsterblichkeit.

George, Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen, Erstdruck 1903. Vorrede zu Maximin. Originaltext

Der Glückliche Gar hochgebohren ist der Mann, Der seinem Willen leben kann, Deß edler Muth sein Adel ist, Sein Ruhm die Wahrheit sonder List. Dem Leidenschaft niemals gebot, Nicht fürchtet Leben, oder Tod, Weis seiner Zeit wohl bessern Brauch, Als fürs Gerücht, der Narren Hauch. Von Hof und Frohnen frank und frei, Von Heuchlern fern und Büberei, Was soll der Schmeichler bei ihm thun? Auch für'm Tyrannen kann er ruhn. Er neidet nicht und hat nicht Neid, Kennt nicht der Thoren Ueppigkeit; Kennt nicht gestürzten Stolzes Schmach, Was der für Wunden folgen nach. Der nicht den Staat, nur sich regiert, Und harmlos so den Szepter führt, Mehr gibt, als nimmt, und bittet Gott Um Dankbarkeit und täglich Brod. Der Mann ist frei und hochgebohr'n, Hat Glück und Hoheit nie verlohr'n, Vor Höhen sicher, wie vorm Fall, Und hätt' er nichts, so hat er's All.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Erster Theil. Drittes Buch, 15.

Wie Menschen glücklich sind, kann der schon glücklich heißen, Der nicht von Dornen frey, die seinen Fuß zerreißen, Die Dornen selten fühlt und oft auf Rosen tritt, So freudig itzt genießt, als erst geduldig litt. Stets überwiegt bey ihm die Schmerzen das Ergötzen, Und Weisheit wird, was fehlt, aus ihrem Schatz ersetzen: Sie giebt Zufriedenheit, ihr schönstes bestes Kind, An deren Seite stets die wahren Freuden sind.

Uz, Versuch über die Kunst stets fröhlich zu seyn, 1760. Erster Brief. Originaltext

Mit dem Genuss des Glücks wächst der Schmerz des Verlustes.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 5: C. Plinius Gemino Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nam fruendis voluptatibus crescit carendi dolor

Das nämlich ist wahres Glück, des Glückes für würdig zu gelten.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Ea enim demum vera felicitas, felicitate dignum videri

Fortuna erbaut und reißt ein.

Internet

Niemand kann überall mit glücklicher Hand spielen.

Internet

Um wieviel glücklicher ist derjenige, der niemandem etwas schuldet als allein demjenigen, dem er es am leichtesten verweigert: sich selbst!

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 8. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Quanto ille felicior, qui nihil ulli debet nisi cui facillime negat, sibi

Fortuna Frau Fortuna, ganz umsunst Tust du spröde! deine Gunst Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen, Zu erbeuten, zu erzwingen. Überwältigt wirst du doch, Und ich spanne dich ins Joch, Und du streckst am End' die Waffen – Aber meine Wunden klaffen. Es verströmt mein rotes Blut, Und der schöne Lebensmut Will erlöschen; ich erliege Und ich sterbe nach dem Siege.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, Erstdruck 1844. Die Gedichte entstanden zwischen 1824 und 1844, viele von ihnen wurden zuvor in Zeitschriften bzw. in Sammelbänden veröffentlicht. Originaltext

Niemand kann glücklich sein in der Furcht um bedeutsame Dinge.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Beatus autem esse in maximarum rerum timore nemo potest