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Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebendigen.
Es ist keine Pflicht unausweichlicher als die, Dank abzustatten.
Dank Es fiel ein Tau wohl über Nacht rings auf die durstig matten Auen, und früh war in der Sonne Pracht des Schöpfers Lob und Preis zu schauen. Ein diamantnes Leuchten sprühte von Strauch zu Strauch, von Halm zu Halm, und von Milliarden Perlen glühte zu ihm empor ein Dankespsalm. Nun aber sendet Tag und Nacht der Vater seinen Segen nieder, und hat der Segen Glück gebracht, wo bleiben dann die Dankeslieder? Es hat der Mensch so viel zu sagen, doch Dank an Gott, den sagt er nicht. Oh, möchte er den Tau doch fragen, der lehrte ihm die Dankespflicht.
O sei auf Gottes heller Welt kein trüber Gast! Mach Schande nicht dem milden Herrn, den du hast. Zeig' in Geberd' und Wort und Blick, daß dem du dienst, Der sagt: Mein Joch ist sanft und leicht ist meine Last.
Wer auf den Dank der Leute rechnete, wäre immer schlimm daran, und selbst der allgemeine Beifall, auch was man Ruhm nennt, hat nur Wert, wenn man es ganz wie eine freie Gabe empfängt und auf keine Weise darauf begierig ist.
Die Menschen haben auch Augenblicke, wo sie dankbar, anhänglich, ja aufopferungsfähig sind: wenn sie Gefälligkeiten fordern.
Andacht muß dir alles sein, Tempel alles hier auf Erden! Jeder Stein muß Brot dir werden, jedes Wasser Freudenwein!
Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.
Jedem Monat blüht sein Schönes, Selbst in Sturm und Schnee und Eis; Wenn man's nur zu finden weiß!
Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
Wieviel könnte aber auch ein jeder von uns berichten, wenn er dankbar sich an die empfangenen Wohltaten erinnert und Gott dafür Dankgebete darbringen will. Denn Menschenseelen, die lange Zeit unfruchtbar geblieben waren und die Dürre der eigenen Vernunft und die Unfruchtbarkeit ihres Denkens wahrgenommen hatten, sind infolge anhaltenden Gebets vom Heiligen Geist befruchtet worden und haben heilsame Worte, erfüllt von Lehren der Wahrheit, hervorgebracht.
Ungewitter Horch und sieh! Die Blitze dröhnen Und die dumpfen Täler stöhnen, Die Natur im Fiebertraum Wälzt Gewitter durch den Raum. Wenn mich das Gewirr umschauert, In der Luft der Zufall kauert, Mahnt ein Götterbote mich: "Daß du Mensch bist, freue dich! Sollen all' die Graungewalten Zur Bedeutung sich gestalten, Müssen sie, dir untertan, Deiner Macht sich schmiegen an. Du nur schaffst durch dein Beraten Dieses Wurfspiel um zu Taten, Hauchst in den verworrnen Drang Sprache, Geist und Seelenklang!"
Alle Belohnung muß bis zum Urheber gehen. Wenn der Urheber belohnt wird, so kann sich kein Fehler einschleichen.
Wir sitzen so traulich beisammen Und haben einander so lieb Erheitern einander das Leben. Ach, wenn es doch immer so blieb!
Die Dankbarkeit ist eine der heiligsten Tugenden; wer Dir Gutes getan hat, den ehre! Danke ihm nicht nur mit Worten, die ihm die Wärme Deiner Erkenntlichkeit zeigen, sondern suche auch jede Gelegenheit auf, wo Du ihm wieder dienen und nützlich werden kannst.