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26202 Sprüche gefunden

Wir sind keine Gefangenen des Schicksals. Wir sind Gefangene unserer Gedanken.

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Ich weiß ganz genau, welche ungebetenen Gedanken ich nicht über die Schwelle meines Bewußtseins lasse.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Ungewöhnliche Gedanken in gewöhnlichen Worten, das ist die Sache; nicht umgekehrt.

Schopenhauer, Über die, seit einigen Jahren, methodisch betriebene Verhunzung der Deutschen Sprache, 1852 (posthum im Jahr 1892 veröffentlicht)

Ach die Gedanken! Reime sind da, aber die Gedanken, die Gedanken!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Halt, halt! Was geht mir da für eine Idee auf? – Herrlich, göttlich! Eben über den Gedanken, daß ich keinen Gedanken finden kann, will ich ein Sonett machen, und wahrhaftig, dieser Gedanke über die Gedankenlosigkeit ist der genialste Gedanke, der mir nur einfallen konnte. Ich mache gleichsam eben darüber, daß ich nicht zu dichten vermag, ein Gedicht. Wie pikant, wie originell!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben: man muss ihn auch ausdrücken können.

Kraus (Hg.), Die Fackel, 1899-1936. 1925

Jedermann denkt von einem Prosawerk, daß es weit schlechter sei, als wenn er es selbst gemacht hätte. Hättet ihr doch nur einmal einen Gedanken, der des Niederschreibens lohnte!

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Webe deine Gedanken zu einem bunten Tuch, das dich erfreut und andere wärmt.

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Nur so viel lässt sich sagen, dass [...] das mit unserem Sinnen oder Denken Erfasste nur ein Punkt ist und beinahe Nichts im Vergleich zu dem Übrigen.

Locke, Ein Versuch über den menschlichen Verstand (An essay concerning human understanding), 1690

Der heiligste, der gerechteste, der frömmste Gedanke, wenn er durch die unvollkommene Menschennatur hindurchgeht, kommt nur in Fetzen und Blut daraus hervor. Selbst diejenigen, welche ihn gefaßt, erkennen ihn nicht mehr an und verleugnen ihn.

Lamartine, Geschichte der Girondisten (Histoire des Girondins), 8 Bde., übersetzt von Georg Herwegh 1847

Ewig aus der Wahrheit Schranken Schweift des Mannes wilde Kraft, Unstet treiben die Gedanken Auf dem Meer der Leidenschaft.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Würde der Frauen, 1795

Große Gedanken wachsen nur auf einem Herzensgrund, den große Schmerzen tief aufgefurcht haben.

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Unsere Neigungen, Gedanken, scheinen gleich sie ohne Schranken, gehn sie doch wie die Rinderherde, eines in des andern Tritt. Drum, bei allem, was ihr macht, sei der Anfang reif bedacht.

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Ein Dieb ist der Gedanke am Leben.

Sack, Ein verbummelter Student (Roman), entstanden 1910-12, Erstdruck 1917

Mit den Gedanken entstehen alle Dinge. Mit den Gedanken verschwinden alle Dinge.

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Die Konterbande, die mit mir reist, Die hab ich im Kopfe stecken.

Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen, 1844. Caput II

Sucht nach Originalität ist gelehrter, grober Egoism(us). Wer nicht jeden fremden Gedanken wie einen seinigen und einen eigentümlichen wie einen fremden Gedanken behandelt, ist kein echter Gelehrter.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Er wässerte seine Gedanken fleißig.

Jean Paul, Nachlass. Einfälle, 1782

Es gibt Vorahmer von Originalen. Wenn zwei einen Gedanken haben, so gehört er nicht dem, der ihn früher hatte, sondern dem, der ihn besser hat.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. IV. Vom Künstler

Nicht wir geben den Gedanken Audienz, die Gedanken geben uns Audienz.

Riehl, Zur Einführung in die Philosophie der Gegenwart. Acht Vorträge, 1903

Ich warf allerlei Gedanken im Kopf herum bis endlich folgender obenhin zu liegen kam.

Lichtenberg, Sudelbuch B, 1768-1771. [B 394]