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26202 Sprüche gefunden

Leicht kannst Du durchschauen Dein inn'res Leben; Beachte, wohin die Gedanken Dir schweben.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Der Gedanke ist die eigentliche geistige Großmacht, die die Welt beherrscht. Er ist stärker als jede andere Kraft, mächtiger als alle Marterie.

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Ich bin über den Erdball gegangen wie durch den Garten einer Wohnung, die mir gehört.

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Wohl werth sind's deine Wonnen, süßester Gedanke, froh ergeben Dies leidenvolle Leben Auf sich zu nehmen viele Jahre lang [...].

Leopardi, Gesänge (Canti), in: Gedichte und Prosaschriften, Berlin 1889, übersetzt von Paul Heyse. Erstdruck: Florenz 1831, erweiterte Fassung Neapel 1835. XXVI. Der herrschende Gedanke. Originaltext

Manche Menschen haben bloß männliche, andere bloß weibliche Gedanken. Daher gibt es so viele Köpfe, die unfähig sind, Ideen hervorzubringen, weil man die Gedanken beider Geschlechter vereint besitzen muß, wenn eine idealische Geburt zustande kommen soll.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [30]

O Gott! beschwichtige die Gedanken, Erleuchte mein bedürftig Herz.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 5. Akt, Bergschluchten. Pater Profundus

Unsere Gedanken, gut oder schlecht, expedieren uns ins Paradies oder in die Hölle, jedoch nicht im Himmel oder unter der Erde, sondern hier in diesem Leben.

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Wie der Schütze seinen Pfeil zurechtbiegt, so biegt auch der Weise seinen schwankenden und unschlüssigen, seinen störrischen und unbändigen Gedanken zurecht.

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Unsere Taten sind manchmal besser als unsere Gedanken.

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Jedem menschlichen Geiste sind schöne Gedanken und, weil mit jedem Menschen die Welt neu geschaffen wird, auch neue angeboren; aber das Leben und der Unterricht schreiben ihre unnützen Sachen darauf und bedecken sie.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Manche Köpfe tragen keine Früchte, wenn sie nicht wie Hyazinthenzwiebeln über Bouteillenhälsen stehen. Der Feige holt da seinen Mut, der Schüchterne Vertrauen auf eigne Kraft und der Elende Trost hervor.

Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 127]

Lästige Gedanken = zudringliche Stechmücken.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Die Bande konnte niemand erfinden, Damit man möchte die Gedanken binden.

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Weist man auf einen Gedanken in einem Werk hin, so bekommt man zu hören, er sei nicht neu; fragt man aber weiter, ob er wahr sei, so merkt man, dass die Leute nicht mehr mitreden können.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Es verursacht größere Schmerzen, einen quälenden oder gar furchtbaren Gedanken, der sich festgesetzt hat, mit Gewalt aus dem Hirn zu reißen, als bei ihm zu verweilen.

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Im Reiche der Wirklichkeit, so schön, glücklich und anmutig sie auch ausgefallen sein mag, bewegen wir uns doch stets nur unter dem Einfluss der Schwere, welcher unaufhörlich zu überwinden ist: hingegen sind wir, im Reiche der Gedanken, unkörperliche Geister, ohne Schwere und ohne Not. Daher kommt kein Glück auf Erden dem gleich, welches ein schöner und fruchtbarer Geist, zur glücklichen Stunde, in sich selbst findet.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 22. Selbstdenken

Die Richtigkeit des Gedankens ist die Hauptsache, denn daraus entwickelt sich allein das Richtige der Behandlung.

Goethe, J. W., Briefe. An Therese von Eißl (Concept), 4. Juni 1828

Neue Gedanken sind nicht häufig; Sag uns die alten nur geläufig.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Es ist schön, daß die Gedanken strahlen, aber sie dürfen nicht funkeln, oder doch nur selten. Am besten ist es, wenn sie einen Widerschein geben.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Schriftstellerei und Stil

Mach deine Gedanken nicht zu deinem Gefängnis.

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Zwar ist's mit der Gedankenfabrik Wie mit einem Weber-Meisterstück, Wo ein Tritt tausend Fäden regt, Die Schifflein herüber hinüber schießen, Die Fäden ungesehen fließen, Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Studierzimmer, Mephistopheles zum Schüler