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26202 Sprüche gefunden
Sehr ungleich geht's auf Erden zu, Ich heut, der gestern, morgen du.
Meinen tongeformten Becher brach ich gestern Nacht entzwei; Trunken bin ich wohl gewesen, und mir däuchte, einen Schrei Hört' ich durch des Bechers Scherben, die am Boden lagen, schleichen: "Deinesgleichen war ich ehmals; morgen bist du meinesgleichen!"
Schatten sind des Lebens Güter, Schatten seiner Freuden Schar, Schatten, Worte, Wünsche, Taten; Die Gedanken sind nur wahr. Und die Liebe, die du fühlest, Und das Gute, das du tust. Und kein Wachen, als im Schlafe, Wenn du einst im Grabe ruhst.
Der Mensch gelangt an den Rand seines Grabes wie der Zerstreute an die Tür seines Hauses.
Alles, was geboren wird, stirbt.
Sollte die Freiheit zu streben, die uns die Götter in allen Umständen des Lebens gelassen haben, sollte diese ein Mensch dem andern verkümmern können?
Sterben ist entsetzlich! Und leben ohne Ehre hassenswert!
Ich war einst nicht und bin nicht mehr. Ich weiß nichts davon.
Der Todt Wann wir auß dieser Welt durch sterben uns begeben, So lassen wir den Ort; wir lassen nicht das Leben.
Denn die Geister hoher Weisen schweben Nicht in Nacht sich hüllend aus dem Leben In die Wohnung der Vergessenheit. Ihre Weisheit waltet fort hier oben; Ihrer Weisheit Götterwerke loben Die Entschwebten bis in Ewigkeit. Preis und Dank für ehrenwerte Taten; Preis und Dank für das, was sie geraten, Was sie wohl geordnet, wohl bestellt; Für die Fackel, die sie hoch gehalten, Die des Irrtums Chaos zu gestalten Wandelloser Wahrheit aufgehellt.
Man fängt seine Testamente gewöhnlich damit an, daß man seine Seele Gott empfiehlt. Ich unterlasse dieses mit Fleiß, weil ich glaube, daß solche Rekommendationen wenig fruchten, wenn sie nicht durch das ganze Leben vorausgegangen sind, solche Rekommendationen sind Galgenbekehrungen; eben so leicht als unwirksam.
Unmittelbar Du glatter Mann mit dem geistlichen Kleid, Ich bitte dich, lass' mich im Sterben in Ruh. Ruf' ich zu Gott in meinem Leid, So brauch' ich keinen Vermittler dazu.
Denke zuweilen darüber nach: wer wird wohl einst deinem Sarge folgen? Wer wird wohl einst geneigt sein, für dein Grab einen Kranz zu winden?
Sokrates wählte lieber den Giftbecher, als daß er seine Zunge bezähmte; aber ich weiß nicht, ob es eine Freude ist, für den Irrtum anderer zu leiden.