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Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.
Nur des Schwächlings Saiten Zerreißt der Eisenfinger des Geschicks; Der Heldenmüth'ge bietet kühn die Harfe Dem Schicksal dar. – Mag's in den Saiten wühlen; Allein den innern herrlichen Accord Kann's nicht zerstören, und die Dissonanzen Verschmelzen bald in reine Harmonie, Weil Gottes Frieden durch die Saiten säuselt.
Alle Menschen, die nebeneinander leben, erfahren ähnliche Schicksale, und was dem Einzelnen begegnet, kann als Symbol für Tausende gelten.
Thaten bringen den Lohn, und Weisheit folget dem Werke, Darum sorgt mit Bedacht, Menschen, für euer Geschick.
Wie kann ich mich wehren gegen mein Schicksal, wenn das Schicksal mich so gemacht hat, wie ich bin?
Was sein muß, das geschehe, doch nicht drüber.
Nach den Grundsätzen des Fortschritts soll es schon lange gar kein Schicksal mehr geben.
Für Glück und Unglück im Schicksal des Menschen gibt es keine Hintertüren; sie kommen, wie die Menschen selbst sie rufen. Auf Gut und Böse folgt deren Vergeltung, wie der Schatten dem Körper folgt.
Jedes uns erzählte Menschenleben hat etwas Erbärmliches, Eingeschränktes. Wir wundern uns, als müss ein gehörtes anders sein als ein geführtes.
Der Gladiator sieht es als eine Schmach an, mit einem Schwächeren sich zu messen; er weiß, dass es kein Ruhm ist, den zu besiegen, der ohne Gefahr zu besiegen ist. Ebenso hält es das Schicksal: Es sucht sich die Tapfersten heraus, die ihm gewachsen sind; an manchen geht es verächtlich vorüber.
Das Himmlische, Ewige wird in den Körper irdischer Absichten eingesenkt und zu vergänglichen Schicksalen mit fortgerissen.
Das ist das Fatum, jene verhängnisvolle Macht, die hindert, daß die Sehnsucht nach Glück zum Ziel gelangt, die eifersüchtig darüber wacht, daß Wohlergehen und Ruhe nicht vollständig und ungetrübt sind, die wie ein Damoklesschwert über dem Haupt schwebt und unentwegt die Seele vergiftet. Diese Macht ist unüberwindlich, und man bezwingt sie nie. Es bleibt nur, sich zu unterwerfen und vergeblich zu klagen.
Du hältst es nicht mehr aus, dein herrisches Schicksal? Liebe es, es bleibt dir keine Wahl!
Alles ist zu ertragen, was nur einen Augenblick dauert. Aber ist denn das Leben nicht bloß aus Augenblicken zusammengestellt? Sagst du dagegen: »Viele Augenblicke machen doch eine Stunde«, so antworte ich: kommt der zweite Augenblick, so ist der erste vorüber; und so weiter; und so machen sie nie eine Stunde.
Überlaß dich ohne Widerstand dem Geschick und laß dich von diesem in die Verhältnisse verflechten, in die es ihm beliebt.
Das Urverhängnis aller Dinge Liegt weislich in dem großen Ringe Durch lange Folgen von Notwendigkeit, Und nichts wird – wenn auch schwache Seelen Mit Gram sich bis zur Folter quälen – Im Schicksal anders eingereiht.