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26202 Sprüche gefunden

Es gibt Gezeiten im Geschick der Menschen, die, wird die Flut genutzt, zum Glück hinführen, wird sie verfehlt, so bleibt des Lebens Reise in Untiefen und Widrigkeiten stecken. Jetzt schwimmen wir auf einer hohen Woge und müssn, wenn sie naht, die Strömung nutzen, wollen wir nicht scheitern.

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Der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern ein Sklave des Schicksals.

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Wir schaffen ja nichts mit unserer starrenden Schwermut, also bestimmten die Götter der elenden Sterblichen Schicksal, lange in Gram zu leben.

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Gleichschätzung macht Ruh Wenn du die Dinge nimmst ohn allen Unterscheid, So bleibst du still und gleich in Lieb und auch in Leid.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Zu wem so laut das Schicksal spricht, der darf auch lauter sprechen mit dem Schicksal, sagt ich mir; je unergründlicher er leidet, um so unergründlich mächtiger ist er.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch

Und wieder tritt das Leben mir mit vorgestelltem Fuß entgegen, und wieder reißt des Zufalls Gier vom Munde mir mein Häppchen Segen. Und wieder ist der Weg verbaut, den meine Hände wühlend schufen. Zum hohen Ziel, das ich geschaut, weist mich kein Pfad, gehn keine Stufen. Gott liebt den Menschen nicht, der frei hinaufsteigt zu den Zukunftspforten. Die Häscher seiner Polizei, des Schicksals, lauern allerorten.

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Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.

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Groll nicht den Wechseln des Schicksals; denn das Schicksal hasst alle Grollenden. Ertrag in Geduld seine Schläge; denn alle Dinge nehmen ein Ende. Wie viele wonnige Freuden kleiden sich in Leid! Und Fröhlichkeit naht, wo du Unheilsschläge schaust.

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Nicht umzukehren ist des Schicksals Spruch.

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Nicht ohne Schauder greift des Menschen Hand In des Geschicks geheimnisvolle Urne.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Wallenstein

Jeder ist seine eigene Parze und spinnt sich selber seine Zukunft.

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Das Schicksal nimmt manchmal, um uns nicht zu erschrecken, die Miene des Zufalls an.

Nestroy, Nachlass

Unsere Schicksale kommen aus uns selbst, wie die Wolken nur aus der Erde.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Das Schicksal hält es immer mit den Kühnen.

Destouches, Der Ehrgeizige und die Indiskrete (L'Ambitieux et l’indiscrète), 1737

Nenne nicht das Schicksal grausam, Nenne seinen Schluß nicht Neid! Sein Gesetz ist ew'ge Wahrheit, Seine Güte Götterklarheit, Seine Macht Notwendigkeit. Blick umher, o Freund, und siehe Sorgsam, wie der Weise sieht! Was vergehen muß, vergehet; Was bestehen kann, bestehet; Was geschehen will, geschieht.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Die Schwestern des Schicksals

Indem wir etwas beim Namen nennen, verliert es an Macht über uns.

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Wenn das Leben kein Ende nähme, wer verzweifelte noch an seinem Geschick?

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Von einem Ort aufbrechen, auf dem Weg zu einem anderen sein - das ist die Geschichte eines jeden von uns.

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Auf dem Bache zu schiffen, ist keine Kunst. Aber wenn unser Herz und unser Schicksal in den Meeresgrund hinab und an den Himmel hinauf uns wirft, das bildet den Steuermann.

Hölderlin, F., Briefe. An Neuffer, 16. Februar 1797

Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten, und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Eines nur gibt es, was not hier tut: Aushalten, Dulden, Beharren! Mag dich das Schicksal auch grausam narren, trag es, wenn sich's nicht ändern läßt, nur bleib' getreu, bleib' fest!

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