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26202 Sprüche gefunden
Nicht beiseite sehen, nicht drumrum gehen und ausweichen, nicht darüber hinwegträumen… Standhalten, Aug in Auge seine Kraft erproben und Herr darüber werden! Geschick ist nur, wozu du selbst mit eigner Kraft und eignem Willen die Reihe deiner Tage webst… und Glück doch auch nur, was du selber aus deines Wunsches Tiefe hebst! Was du vor dir bist nur entscheidet und wird des Ganzen immer Kern... nicht Glück, nicht Zufall oder Stern! Und was dann auch dagegen streitet, der Freie macht sich stets zum Herrn! Miß nicht nur an deinem Wunsche... er überfliegt sich gar zu leicht, miß an dem, das du erreicht! Aber was du träumst und möchtest, was an Sehnsucht dich bewegt, sei und bleibe, was durch alle Zweifel dich, durch Kampf und Stille weiter stets und höher trägt!
Tragische Geschichte 's war einer, dem's zu Herzen ging, Daß ihm der Zopf so hinten hing, Er wollt es anders haben. So denkt er denn: wie fang ich's an? Ich dreh mich um, so ist's getan – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Da hat er flink sich umgedreht, Und wie es stund, es annoch steht – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Da dreht er schnell sich anders 'rum, 's wird aber noch nicht besser drum – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Er dreht sich links, er dreht sich rechts, Es tut nichts Guts, es tut nichts Schlechts – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Er dreht sich wie ein Kreisel fort, Es hilft zu nichts, in einem Wort – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Und seht, er dreht sich immer noch, Und denkt: es hilft am Ende doch – Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Ermüdung Laß nicht die Arme sinken, so groß das Gezerr, du hast es noch immer gezwungen und wirst auch diesmal Herr! Wenn's andere leichter sich machen, du bist nicht sie, und Helfer zu deinen Zielen… hattest du nie! Du hast noch immer fast alles bezahlt weit über Kauf; laß es dich nicht verdrießen, sei stolz darauf. Und was du selbst gegeben, war immer wohl mehr, als, auf der Waage gewogen, nötig gewesen wär. Doch ohne Opfer und Einsatz von Herz oder Hand kommt auf der Welt überhaupt kein Wert zustand! Es gibt eben zweierlei Menschen und zweierlei Maß: Ein Baum will Früchte tragen und Gras bleibt Gras! Laß nicht die Arme sinken, so groß das Gezerr, du hast es noch immer gezwungen und wirst auch diesmal Herr!
Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann.
Bedenke, daß die unterscheidende Eigenschaft eines vernünftigen Wesens die freie Unterordnung unter sein Schicksal ist, nicht aber ein schimpflicher Kampf mit ihm, wie er den Tieren eigen ist.
Dann habe ich mich auch überzeugt, daß nur rauhe Bewegung und wechselvolles Geschick einen tüchtigen, d. h. nach allen Seiten hin tüchtigen Charakter hervorbringen kann. Darum leben hoch Ebbe und Flut, Freude und Leid, Glück und Elend!
Schicksal! wir wollen sehn, was dir beliebt. Wir wissen, daß wir sterben werden; Frist Und Zeitgewinn nur ist der Menschen Trachten.
Der Himmel gibt die Gunst des Augenblicks. Wer schnell sie faßt, wird Meister des Geschicks.
Das Schicksal wird nicht außerhalb des Menschen bestimmt, sondern entsteht aus ihm selbst.
's ist nicht so schlimm als wohl man denkt, wenn man's nur recht erfaßt und lenkt.
Scheint mir die Sonne heut, um das zu überlegen, was gestern war? und um zu raten, zu verbinden, was nicht zu erraten, nicht zu verbinden ist, das Schicksal eines kommenden Tages?
Für alle Vögel gibt es Lockspeisen, und jeder Mensch wird auf seine eigene Art geleitet und verleitet.
Jedes Willkürliche, Zufällige, Individuelle kann unser Weltorgan werden. Ein Gesicht, ein Stern, eine Gegend, ein alter Baum usw. kann Epoche in unserm Innern machen. Dies ist der große Realism(us) des Fetischdienstes.
Es kann ja nicht immer möglich sein, Daß alles sich glücklich ende – Und wenn die Sonne am höchsten steht, Kommt immer die Sonnenwende.
Die kleinen Unfälle, die uns stündlich vexieren, kann man betrachten als bestimmt, uns in Übung zu erhalten, damit die Kraft, die großen zu ertragen, im Glück nicht ganz erschlaffe.
So leitet das Schicksal den gebrechlichen Nachen meines Lebens: bin ich glücklich, so spannt es alle Segel auf, bin ich im Unglück, so wirft es Anker.
Du bist wie deine tiefen, drängenden Wünsche. Wie deine Wünsche, so ist dein Wille. Wie dein Wille, so ist deine Tat, und wie deine Tat, so ist dein Schicksal.
Man muß sich im Unglück trösten durch die Freude an dem Verlorenen und durch die Erkenntnis, daß sich Geschehenes nicht ungeschehen machen läßt.
Hätte man Verstand, brauchte man keine Gottheit; so aber macht man dich, Schicksal, zur himmlischen Göttin.
Wie vieles wird zu jeder Frist verhütet – bedachten wir schon einmal dies zu Ende? wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!