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Jahre wissen mehr als Bücher.
Wie eine Flamme, die nun erst den Holzstoß recht ergriffen, verzehrt die Zeit das Alter schneller als die Jugend.
Alte Leute fragen nicht mehr; mit stillen Augen sehen sie die Herbstsonne. Was sie begehren, ist "noch ein schönes Bild", sonst nichts mehr. Ich glaube, sie sind leidloser als Jugend und Mannesalter, und Abend und Herbst sind nicht zu fürchten, weil sie voller Frieden sind. Was brennende Straße war, ist Rückschau von klarer, kühler Höhe geworden.
Die Jugend sei nicht übermütig gegen einen Greis; denn was wir sind, ist er gewesen, und was er ist, das werden wir sein.
Auf die Meinung, ein Mann sei so alt, wie er sich fühle, geht so manche Muskelzerrung zurück.
Es gibt Menschen, die in ihrem Alter ihre Jugend haben.
Das beschauliche Leben ist oft elend. Man muß mehr handeln, weniger denken und sich selbst fortwährend studieren.
In der Kindheit beschränkt sich unsere Liebe auf Eltern, Geschwister und Schulkameraden, in der Jugend aufs Geschlecht; im mittlern Alter lieben wir Vaterland, Ehren, Studien, im Alter die Menschheit.
Viele Tugenden des Alters sind nur Folgen gestillter Wünsche und verengter oder erweiterter Schranken.
Im Alter die Liebe, wie im Alter der Jahre, lebt man nur noch für die Übel, aber nicht mehr für die Freuden.
Jung und Alt So lang uns noch die Jugend blüht, Ergreift oft, ehe wir's gedacht, Grundlose Trauer das Gemüt, Und unsre Thränen fließen sacht. Doch wem des Alters Eulenflug Die Stirne streifte kalt und schwer, Zur Trauer hätt' er Grund genug, Nur hat er keine Thränen mehr.
Altern heißt unlustig werden zu der Schmiedearbeit an dem eigenen Schicksal.
Nicht mit dem scheidenden Herbst fühlen wir uns älter werden, weit mehr mit dem kommenden Frühling.
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren.
Man fürchtet das Alter und weiß nicht einmal, ob man überhaupt alt werden wird.
Jeder Rückweg scheint weit schneller und kürzer, als der Hinweg schien. So auch das Altwerden. Man kann es nur dadurch um diesen Schein betrügen, daß man es als einen Hinweg betrachtet und behandelt.
Man mag es gelernt haben, seine Gemütsbewegungen zu zähmen und zu verbergen, es fühlt sie doch, und kein Lebensalter ist so tief ermüdet und so gründlich von des Lebens Mühsalen aufgerieben wie eben das der Greise.
Alterssorgen: Gesprächsfetzen auf einer Gesellschaft: "Eine schreckliche Zeit für das arme Ding. Kinder und Mann sind in einem so schwierigen Alter!"
Ein älterer Mann zu seiner Frau: "Hörst du dir noch den Wetterbericht an, oder verlassen wir uns auf mein Rheuma?"