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26202 Sprüche gefunden

Für den Uneingeweihten ist das Alter der Winter, für den Eingeweihten die Erntezeit des Lebens.

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Auch in Frauen bewahrt das Alter vieles, was man in ihrer Jugend vergebens suchen würde, und was jeder Mann von Sinn und Gefühl vorzugsweise schätzen wird.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 4. Januar 1831

Du wirst finden, daß mir ein vertrauter Umgang mit den Alten äußerst wohlthun, – vielleicht Classicität geben wird.

Schiller, F., Briefe. An Christian Gottfried Körner, 20. August 1788

Greise sind des Volkes Majestät.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Wenn man älter wird, muß man mit Bewußtsein auf einer gewissen Stufe stehenbleiben.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Runzeln bedecken die Wang' und silberne Haare den Scheitel; Alt sind die Glieder und schwach; aber die Hoffnung ist jung.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Alte Leute sind wie alte Chroniken, die alberne, aber treue Berichte über die Vergangenheit geben, und die nur deshalb wert sind, gekannt zu sein.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Die gefährlichste Lächerlichkeit alter Menschen, die einst liebenswürdig waren, ist, zu vergessen, daß sie es nicht mehr sind.

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Die Ungeduld des Alters bleibt der Jugend ewig unverständlich.

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Im Alter wird man verständnisloser und verständiger.

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Einem bejahrten Manne verdachte man, daß er sich noch um junge Frauenzimmer bemühte. "Es ist das einzige Mittel", versetzte er, "sich zu verjüngen, und das will doch jedermann."

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809. Aus Ottiliens Tagebuche

Alte Leute halten sich meist gebeugt, und während die Jungen nach oben schauen, richten die Alten den Blick auf die Erde, die sie bald aufnehmen und bergen wird.

Jowkow, Die Hirschkuh

Das Erlebte weiß jeder zu schätzen, am meisten der Denkende und Nachsinnende im Alter; er fühlt mit Zuversicht und Behaglichkeit, daß ihm das niemand rauben kann.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Heften Zur Morphologie, 1. Bandes 4. Heft, 1822

Lebhaftigkeit, die mit dem Alter sich steigert, grenzt an Narrheit.

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Ach, wie prahlt ihr alte Herrn Mit der Fülle eurer Tugend, Und vertauscht sie so gern Mit den Sünden eurer Jugend.

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Aber kein Übel gibt es, das langes Leben nicht mit sich brächte.

Petrarca, F., Briefe. An Stefano Colonna den Alten in Rom

Greise hängen mit zärtlichen Gefühlen an den Erinnerungen ihrer Jugend.

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Erzählen gehört zum Charakter des Greises.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Drittes Buch. Die Welt als Vorstellung zweite Betrachtung: Die Vorstellung, unabhängig vom Satze vom Grunde: die Platonische Idee: das Objekt der Kunst

Es ist bei ihm, wie bei einem geschlachteten Opfertier, wenn alles fertig ist: Nichts mehr übrig als Bauch und Zunge.

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Des Lebens Freuden sind vergänglich. Das Hühnerauge bleibt empfänglich, wie dies sich äußert, ist bekannt, krumm wird das Bein und krumm die Hand. Die Augenlider schließen sich, das linke ganz absonderlich. Dagegen öffnet sich der Mund, als wollt er flöten, spitz und rund. Zwar hilft so eine Angstgebärde nicht viel zur Linderung der Beschwerde. Doch ist sie nötig jederzeit zu des Beschauers Heiterkeit.

Busch, Bildergeschichten. Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter, 1883

Je älter man wird, desto kleiner erscheinen die menschlichen Dinge samt und sonders: das Leben, welches in der Jugend als fest und stabil vor uns stand, zeigt sich uns jetzt als die rasche Flucht ephemerer Erscheinungen: die Nichtigkeit des Ganzen tritt hervor.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter