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Das Glück ist eigensinnig, oft das Gemeine, das Nichtswürdige zu adeln und wohlüberlegte Taten mit einem gemeinen Ausgang zu entehren.

Goethe, Egmont, 1788. 4. Akt, Alba zu Silva

Prinzessin: Wer ist denn glücklich? Leonore: O blicke nicht nach dem, was jedem fehlt, Betrachte, was noch einem jeden bleibt!

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 2. Szene

Das Glück Deiner Tage Wäge nicht mit der Goldwaage. Wirst du die Krämerwaage nehmen, So wirst du dich schämen und dich bequemen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Sprichwörtliches

Wer glücklich war, der wiederholt sein Glück im Schmerz.

Goethe, Pandora. Fragment, 1810. Prometheus zu Epimetheus

Jedes Neue, auch das Glück, erschreckt.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Cesar

Nichts altert so schnell wie das Glück.

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Ein tiefer Fall führt oft zu hohem Glück.

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Abscheuliche Eigenschaft des Menschen! Es kann für ihn kein Glück geben, das nicht irgendeiner Unkenntnis entspringt.

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Das Glück gleicht oft den reichen, verschwenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

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Das Glück ist kein leichtes Ding. Nur sehr schwer finden wir es in uns und anderswo gar nicht.

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Wir wären elend – wenn nicht aus Kleinigkeiten unsre Glückseligkeit zusammengesetzt wäre, deren Summe eitel ist, aber die im einzelnen doch fähig sind, uns ganz zu beschäftigen.

Schelling, C., Briefe. An Lotte Michaelis, Anfang 1786

Das Glück, das dir am meisten schmeichelt, betrügt dich am ehesten.

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Es gibt nur einen angeborenen Irrtum, und es ist der, daß wir dasind, um glücklich zu sein.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum vierten Buch. Kapitel 49. Die Heilsordnung

Überhaupt aber beruhen 9/10 unseres Glückes allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch sei, genießbar, und selbst die übrigen subjektiven Güter, die Eigenschaften des Geistes, Gemütes, Temperaments, werden durch Kränklichkeit herabgestimmt und sehr verkümmert.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 2: Von dem, was einer ist

Ganz glücklich, in der Gegenwart, hat sich noch kein Mensch gefühlt; er wäre denn betrunken gewesen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 11. Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseins

An der Brücke stand jüngst ich in brauner Nacht. Fernher kam Gesang: goldener Tropfen quoll’s über die zitternde Fläche weg. Gondeln, Lichter, Musik – trunken schwamm’s in die Dämmrung hinaus… Meine Seele, ein Saitenspiel, sang sich, unsichtbar berührt, heimlich ein Gondellied dazu, zitternd vor bunter Seligkeit. – Hörte Jemand ihr zu?…

Nietzsche, Ecce Homo. Wie man wird, was man ist, 1889 (erstmals gedruckt 1908). Warum ich so klug bin

Das Glück ist unsere Mutter, das Mißgeschick unser Erzieher.

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Ein lange anhaltendes Glück ist allemal verdächtig: das unterbrochene ist sicherer und das Süßsaure desselben sogar dem Geschmack angenehmer.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [38.]

Glück und Glas, Wie bald bricht das!

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wir wissen auch, daß ein Glück, das wir der Lüge verdanken, kein wahres Glück ist [...].

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Zweiter Teil. Die Nordsee. 1826. Dritte Abteilung

Es ist des Unglücks eigentlichstes Unglück, Daß selten d'rin der Mensch sich rein bewahrt.

Grillparzer, Das goldene Vließ. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen (Der Gastfreund, Die Argonauten, Medea), 1819. 3. Teil: Medea