Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Alter ist nur geehrt unter der Bedingung, dass es sich selbst verteidigt, seine Rechte behält, sich niemandem unterordnet und bis zum letzten Atemzug die eigene Domäne beherrscht.
Die zeigen Ekel der verblühten Rose, Die vor der Knospe knieten.
Mit zunehmendem Alter wird man nicht klug, man weiß nur genauer, daß es die anderen auch nicht sind.
Jetzt glaubt man mehr an Jung- als Altmeister.
Die grauen Haare und die Runzeln geben dir also keinen hinlänglichen Grund zu glauben, es habe irgend einer lange gelebt: nicht lange gelebt hat er, er ist nur lange dagewesen.
Alt zu werden unter jugendlichen Völkern, scheint mir eine Lust, doch alt zu werden, da wo alles alt ist, scheint mir schlimmer, denn alles.
Das ist des Alters Los auf Erden, daß alle Rechte zu Pflichten werden.
Neues will der Edle schaffen und eine neue Tugend. Altes will der Gute, und daß Altes erhalten bleibe.
Das Alter wird geizig und sucht Geld, bloß weil es die kühnen Ideale der Jugend nicht mehr hat, und seine Kräfte ausgesprochen und nun nichts weiter braucht, als Ruhe, die ihm Geld am besten gewährt.
Bei einem langen Alter kann an uns leicht wieder einrosten, was ein ganzes Leben mit Mühe blank gearbeitet hatte.
Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muß sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefaßt machen oder auf Kaffeesatz.
Alte Kuh gar leicht vergisst, Dass sie ein Kalb gewesen ist.
Die Welle des Meeres, ehe sie uns verschlingt, hebt uns noch einmal empor.
Wenn der Adler alt wird, so werden ihm seine Federn schwer und die Augen dunkel. Dann sucht er einen ganz erfrischenden Quell auf und fliegt vom Quell hinauf zur Sonne. Da verbrennt er seine Federn, und er stürzt hinunter zu der Quelle, die er sich ausgesucht hat. Das tut er dreimal, und dadurch wird er wieder jung und sieht wieder. Genauso soll der Mensch tun.
Die Hitze des Lebens blendet unseren Geist, wie die Sonnenglut eines heißen Tages das Auge. Erst am kühlen Abend schaut die Seele in den Tiefen der still heraufziehenden Nacht die ewig brennende Kerze der Unvergänglichkeit, gleich einem freundlichen Stern, der im Abgrunde der Finsternis leuchtet.
Die Jugend kann auf spät're Zeit vertrau'n, Allein das weiße Haar wird nicht mehr braun; Stets enger wird der Platz, zu dem du eilst, Je länger du auf dieser Erde weilst.