Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Woran man erkennt, dass man alt wird? Wenn man aufhört zu hoffen und anfängt, sich zu erinnern.
Es ist sehr schade, daß die Kräfte in dem Alter abnehmen, in dem der Geschmack sich vervollkommnet.
Mit dem Alter streift man die Erziehung allmählich wieder ab und kehrt zur Natur zurück – zur eignen aber.
Zuweilen begegnet man Menschen, die sich bis ins hohe Alter die Frische des Geistes bewahrt haben. Das ist der Lohn des höheren Lebens, das sie geführt.
Vor manchen, manchen Jahren, als ich zuerst dich sah, war eine Locke rabenschwarz, braun deine Wange da. Jetzt ist die Wange blässer, wie Silber glänzt dein Haar, und dennoch bist du lieber mir, ja lieber, als mir der Jüngling war. Des Lebens schroffe Hügel erstiegen Hand in Hand wir, wie es Wind und Wetter gab. hin über Fels und Sand; jetzt ist der Abend milder, wir steigen sanft hinab, und dort am Fluß erwartet uns zusammen ein Brautgemach, das Grab.
Alles ist nicht schlimm am Alter. Die Erfahrung krönt's mit mancher Weisheit, die der Jugend mangelt.
Alt ist man dann, wenn man den Leuten nicht mehr auszuweichen braucht, weil sie einem nicht mehr begegnen.
Runzeln – Schützengräben der Haut.
Manchmal ergreift das Altern zuerst den Körper, manchmal aber auch den Geist.
Man spricht viel von der Erfahrung des Alters. Das Alter nimmt uns die Torheit und Fehler der Jugend, aber es gibt uns nichts.
Mancher wird auch für seine Wahrheiten und Siege zu alt; ein zahnloser Mund hat nicht mehr das Recht zu jeder Wahrheit.
Warum denk' ich: die tiefsten Schmerzensstriche auf unserer Stirn, die Runzeln des Lebens sind nur kleine Linien aus dem ungeheuern Bauriß, den der Weltgeist zieht, unbekümmert, welche Stirnen und Freuden seine Glückslinie schmerzhaft durchschneide?
Wohl dem, dem nicht körperliche Schwäche, nicht Entsagung, sondern Erfahrungsreichtum, Weisheit die Anzeichen des Alters bringen!
Bleich steht das Feld und reif das Korn, das gelbe, Ganz so wie einst, und doch nicht ganz dasselbe, Ganz so wie einst, Tal, Feld, des Weges Borden, Und doch und doch: Wie viel so fremd geworden! Wie schön der Wald! O, wie bekannt mich schauen Die Wiesen an, die Fluren und die Auen! Und doch und doch! Wie ganz mit andern Mienen, Als hätt' ich nichts zu suchen mehr bei ihnen!
Die Alten bestimmten die Moral, da sie ihre Triebe zu beherrschen gelernt haben, als sie schwach geworden waren; die Jungen erlauben sich ihr Ausleben und missachten das, was den Alten immer teuer war – die feste Form, die Hierarchie und den Schutz des Erreichten an Besitz, Bildung, gesellschaftlicher Stellung.
Es wird viel von neuer Zärtlichkeit und einem vertieften Verständnis der eigenen Leiblichkeit gesprochen. Der Leib bleibt bei der Deutung der Personalität jedoch mehr und mehr unberücksichtigt. Nur die drei Prozent, die das menschliche Gehirn vom Körpergewicht ausmacht, zählen noch für die Bestimmung des Menschen. Der Mensch wird als tot angesehen, wenn die Hirnfunktionen aufhören, auch wenn das Herz noch schlägt. Damit haben wir die Wirklichkeit des Leibes auf den Schädelinnenraum reduziert. In den Grenzfragen des Anfangs und des Endes des Lebens findet man immer mehr die Neigung, die Würde und Freiheit der Person allein in den intellektuellen Funktionen begründet zu sehen.
Es gibt ein Alter, in dem man Sorgen hat, versäumte Sünden nachzuholen.