Alter Sprüche – abschied
58 Sprüche gefunden
Was wir in der Jugend begehrten, das werfen wir im Alter weg.
Bis in sein spätes Alter nimmt man Abschied von seiner Jugend.
Das schlimmste Übel ist, ausscheiden aus der Schar der Lebendigen, ehe man stirbt.
Sind ein Paar kalter Freunde Winter und Alter: Winter schröpfend, Alter erschöpfend; Winter zwackend, Alter plackend; Winter pustend, Alter hustend; Winter geht, Alter steht: Gerne wär' ich der beiden quitt, Nähme Winter das Alter mit.
Alter ist ein trauriger Reisebegleiter.
Der Weisere trauert weniger um das, was das Alter nimmt, als um das, was es zurückläßt.
Eine verwelkte Blume und eine verschrumpfte Wurst haben einander nichts vorzuwerfen.
Wir Alten sind die Milden und Gelinden, Weil wir im Abschiednehmen uns befinden; Wie könnten wir noch denen grollen, Die wir so bald verlassen sollen!
Bei den Rentnern ist es wie bei den Wolken. Je früher sie sich am Morgen verziehen, desto schöner wird der Tag.
Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.
Das Alter will die Menschen vom Leben entwöhnen, wie die Amme das Kind von der Brust, durch allmähliges Entziehen.
Der mittlere Alterslebensabschnitt ist, wenn dich die Kinder eins nach dem andern verlassen, um nach einer Weile zu zweit zurückzukehren.
In einer Herbstnacht einsam sitzend Einsam sitzend, bekümmert ob der grauen Schläfen, Im leeren Zimmer ersehn ich die zweite Nachtwache. Wilde Beeren fallen im Rauschen des Regens, Unter der Lampe zirpt eine Heuschrecke. Des Schopfs Ergrauen ist schließlich unumkehrbar, Das Lebenselixier hat niemand je zustandegebracht, Wer wissen will, was Krankheit und Alter überwindet, Der muß sich allein dem Ungeborenen widmen.
Nehmt ab mir dreißig Jahre, Dazu die grauen Haare Und meinen Hofratsbauch, So laß ich euch die Mittel So laß ich euch die Titel Und meinen Lorbeer auch.
Alter und Tod kommen schnell und ohne Aufenthalt.
Der Mensch wird schließlich mangelhaft, die Locke wird dahingerafft.
Alt ist man dann, wenn man den Leuten nicht mehr auszuweichen braucht, weil sie einem nicht mehr begegnen.
Alte tun, als lebten sie nicht mehr, träg, unbehülflich und wie Blei so schwer.
Male mich wie ich bin. Wenn du die Narben und Falten fortläßt, zahle ich dir keinen Schilling.
Nach und nach wird es dann einsamer um uns, vieles wird uns gewaltsam entrissen, das meiste lernen wir aufgeben, denn die Ansprüche steigen und werden nur selten befriedigt, und nur weniges, dies aber dann um so inniger, können wir bis ans Ende festhalten.
O du schwere Last des Alters, wie verhaßt bist du!