Alter Sprüche – glück
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Der Jugend fliegt alles zu, die Liebe, das Glück; je älter wir werden, desto weniger gehen unsere Wünsche in Erfüllung; vielleicht darum, weil wir alsdann anfangen, das Vernünftige zu wollen.
Wer dreiundvierzig Jahre lang – so alt bin ich – treu und brav gewesen ist, wird seine Natur nicht mehr ändern, und für meine Treue und Bravheit habe ich ja meine Armut zum Zeugnis.
Über die Freuden des Alters könnte selbst ein Gelehrter keine weitschweifige Abhandlung schreiben.
Ich sah von weitem Die Früchte leuchten In Gottes Garten – Wie war das schön!
Der Greis freilich muß auf ein wohlvollbrachtes Leben zurücksehen können, wenn sein Anblick wohlthuend sein soll.
Ich suche jetzt vor mir selber die angenehmen Empfindungen zu vergrößern und die traurigen zu unterdrücken. In meiner Jugend verfuhr ich umgekehrt.
Waren die Alten trübselig, warum sollen wir's sein.
Was aber ist im Alter beglückender als das, was in der Jugend am angenehmsten war?
Wer aber die Möglichkeit zu einem guten und glücklichen Leben nicht in sich selbst trägt, dem ist jedes Alter beschwerlich.
Es ist nicht nur kein Vorwurf, sondern vielmehr der höchste Ruhm des Alters, dass es Vergnügungen nicht mit großer Anstrengung erstrebt.
Nicht einmal Schönheit und Kraft können dich glücklich machen: Nichts davon übersteht das Alter.
Wenn dir am Ende des Greisenalters noch Reichtümer übrig sind, sorge dafür, dass du als freigiebigiger, nicht als sparsamer Freund lebst.
Je schwächer unsere Nerven werden mit den Jahren, desto mehr suchen sie sich den Genuß, das Reizmittel der Lebensübergänge zu schaffen.
Sei zufrieden, wenn du es dereinst dahin gebracht hast, mit Genugtuung auf deinen Lebensweg zurückzuschauen mit dem Bewusstsein, anderen mehr gewesen zu sein, als dir selbst.
Die Lebensfrohen haben es eilig, die Welkenden abzustoßen und was krank scheint fallen zu lassen wie lässige Hände eine welke Blume.
Altsein ist auch ein Glück für den, der reifte.