Alter Sprüche – glück

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Der Jugend fliegt alles zu, die Liebe, das Glück; je älter wir werden, desto weniger gehen unsere Wünsche in Erfüllung; vielleicht darum, weil wir alsdann anfangen, das Vernünftige zu wollen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Wer dreiundvierzig Jahre lang – so alt bin ich – treu und brav gewesen ist, wird seine Natur nicht mehr ändern, und für meine Treue und Bravheit habe ich ja meine Armut zum Zeugnis.

Machiavelli, Der Fürst (Il Principe), verfasst 1513; päpstliche Druckgenehmigung 1532 (posthum)

Über die Freuden des Alters könnte selbst ein Gelehrter keine weitschweifige Abhandlung schreiben.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Ich sah von weitem Die Früchte leuchten In Gottes Garten – Wie war das schön!

Nissen, Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Von seinem Freunde Benedikt Momme Nissen, 1926

Der Greis freilich muß auf ein wohlvollbrachtes Leben zurücksehen können, wenn sein Anblick wohlthuend sein soll.

Carrière, Aesthetik. Die Idee des Schönen und ihre Verwirklichung durch Natur, Geist und Kunst, 1859. Originaltext

Ich suche jetzt vor mir selber die angenehmen Empfindungen zu vergrößern und die traurigen zu unterdrücken. In meiner Jugend verfuhr ich umgekehrt.

Turgenjew, Faust. Erzählung in neun Briefen (Фауст) 1856; übersetzt von Friedrich von Bodenstedt 1864

Waren die Alten trübselig, warum sollen wir's sein.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Marcus König. Im Jahre 1519

Was aber ist im Alter beglückender als das, was in der Jugend am angenehmsten war?

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch II, Brief 3: C. Plinius Nepoti Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nam quid in senectute felicius, quam quod dulcissimum est in iuventa

Wer aber die Möglichkeit zu einem guten und glücklichen Leben nicht in sich selbst trägt, dem ist jedes Alter beschwerlich.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quibus enim nihil est in ipsis opis ad bene beateque vivendum, eis omnis aetas gravis est

Es ist nicht nur kein Vorwurf, sondern vielmehr der höchste Ruhm des Alters, dass es Vergnügungen nicht mit großer Anstrengung erstrebt.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non modo vituperatio nulla, sed etiam summa laus senectutis est, quod ea voluptates nullas magno opere desiderat

Nicht einmal Schönheit und Kraft können dich glücklich machen: Nichts davon übersteht das Alter.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 31. Brief. Übers. Internet Originaltext: Ne forma quidem et vires beatum te facere possunt: nihil horum patitur vetustatem

Wenn dir am Ende des Greisenalters noch Reichtümer übrig sind, sorge dafür, dass du als freigiebigiger, nicht als sparsamer Freund lebst.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 3.9. Übers. Internet Originaltext: Cum tibi divitiae superent in fine senectae, munificus facito vivas, non parcus amicus

Je schwächer unsere Nerven werden mit den Jahren, desto mehr suchen sie sich den Genuß, das Reizmittel der Lebensübergänge zu schaffen.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Sei zufrieden, wenn du es dereinst dahin gebracht hast, mit Genugtuung auf deinen Lebensweg zurückzuschauen mit dem Bewusstsein, anderen mehr gewesen zu sein, als dir selbst.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Die Lebensfrohen haben es eilig, die Welkenden abzustoßen und was krank scheint fallen zu lassen wie lässige Hände eine welke Blume.

Steinmüller, Die Rhapsodien vom verlorenen Königreich, o.J. (um 1920)

Altsein ist auch ein Glück für den, der reifte.

Steinmüller, Die Rhapsodien vom verlorenen Königreich, o.J. (um 1920)