Alter Sprüche – glück

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Willst du dich in deinen alten Tagen vor Leid bewahren, so gib, wenn es irgend in deiner Kraft liegt, jede Unternehmung auf, deren Erfolg außer von dir noch von Andern oder von einer besondern Gunst des Schicksals abhängt. Auch ohne diesen äußern Grund sollten wir uns viel öfter, als wir tun, ein Geständnis über das machen, was unsere Kraft noch in ihrer vollen Gewalt hat und was nicht.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Glücklich, wer im Alter zu einer wahren Anschauung von den Dingen gelangt.

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Die Haare des Greises tragen Zeichen des Alters, die Zähne des Greises tragen Zeichen des Alters; aber der Wunsch nach Leben, der Wunsch nach Glück schwindet auch bei dem Greise nicht.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886. Vasishta XXX, 9

Das Alter, welches unsere Fähigkeit des Lebensgenusses vermindert, steigert unsere Lebensbegierde.

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Alt: wer morgens beim Erwachen denkt: Wenn's doch bald wieder Abend wäre. Jung: wer sich am Abend auf den nächsten Morgen freut.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

An A. von Binzer Den frohen Sinn der Jugend zu erhalten, Wenn auch das Alter schon die Locken bleicht, Das ist's, was jeder wünscht, doch schwer erreicht, Weil nur dem Glücklichen es vorbehalten. Ob wir nun fröhlich mit den Stunden schalten, Ob ihr phlegmatisch durch die Tage schleicht, Und ob's im Busen stürmet oder schweigt, Es muß das Herz doch nach und nach erkalten. Doch seh' ich Dich, so schwindet all mein Zagen; Denn ungebeugt im Kampfe mit der Welt Hast Du das Alter aus dem Feld geschlagen. Wer sich den Mut in diesem Kampf erhält, Der bleibt, mag auch das Herz ihm leiser schlagen, Von ew'ger Jugend Sonnenschein erhellt.

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In der Regel fängt man mit fünfzig an, der Welt satt zu werden, mit sechzig ist's die Welt müde mit uns, und im siebenzigsten heißt's Adieu Partie!

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Das Alter

Aber ein Jubilar, was hat denn der heute Jubelnswertes erreicht? Das siebenzigste Altersjahr. Ein verwünschter Gewinn! Das heißt einen Erlaubnisschein auf Magenkrebs oder Gehirnerweichung.

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Rückblick Und so sind sie hingeschwunden, Jahre, voll von Leid und Glück, Tief im Innersten empfunden – Lächelnd schau ich jetzt zurück. Jugendgärung ist vorüber, Fühle Ruhe, fühle Kraft; Doch die Unruh' war mir lieber, Die nur einzig zeugt und schafft!

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Juni Ich lebe nun mein Leben in Gedanken, Lebendiger als in der Tat es war, Gehoben seh ich Hemmungen und Schranken, Hinweggeräumt Verlockung und Gefahr: Daß doch so gut es ging, Gott muß ich's danken, Nicht besser konnt' es gehn, viel schlimmer gar.

Rückert, Poetisches Tagebuch, 1850-1866 (aus seinem Nachlasse), 1888

Selten ist derselbe Mensch glücklich und alt.

(Pseudo-)Seneca, Herkules auf dem Oeta (Hercules Oetaeus), vermutlich nicht von Seneca. V. 643 Originaltext: Rarum est felix idemque senex

Das Mädchen hofft, die Frau freut sich und die Greisin erinnert sich.

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O meiner Jugend Sonnenschein, Du Himmel reinsten Blau's! Jung – lebt' ich in den Tag hinein, Alt – aus dem Tag hinaus.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Die Greise gleichen darin den Kindern, daß sie sich von einem neuen Glücke schnell hinreißen lassen, allein wenn sie es verlieren, so vermögen sie sich nicht darüber zu trösten wie die Kinder, sondern werden wieder Greise und sterben.

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Vier Dinge, die das Leben verlängern Vier Dinge machen lang den Lebenspfad, Drum hör', o teure Seele, meinen Rat. Zuerst, das Ohr an holdem Klang ergetzen, Das Aug an mondgleich holder Schönheit letzen, Und drittens, Sicherheit für Gut und Leben; Das Alles wird dem Leben Dauer geben. Wem endlich, was er unternimmt, gelingt, Der sicher es zu hohem Alter bringt.

Attar, Pendnameh (Das Buch des guten Rates). Übersetzt von Ferdinand Nesselmann, 1871

Gesichtsfalten sind die Pfade, wo das Lächeln spazieren ging.

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Man lacht nicht, weil du alt, glaub mir, man lacht allein, weil du, die doch so alt, durchaus nicht alt willst sein.

Gryphius, Epigramme, 1643 (erweiterte Sammlung 1663)

Ich musste erst alt werden, um zu erkennen, was Glück ist.

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Glücklich, wer den Himmel offen In der Zukunft Dunkel sieht! Aber man verlernt das Hoffen, Wenn die Jugendwolke flieht.

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Ein Greis ist stolz, hochmütig und von ungeselligem Wesen, wenn er nicht viel Geist besitzt.

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