Alter Sprüche – kinder

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Wie die Lunge des Neugeborenen rosig, die des Alten grau ist, so die Seelen – und gar die Hirne!

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

In der Antipathie gegen alte Frauen ist viel von der Barbarei früherer Zeitalter, von Zeitaltern, in denen auch die Krankheit als eine Schuld galt […].

Dohm, Werde, die Du bist, 1894

Unbesonnenheit ist offenbar ein Zeichen des Jugendalters, Erfahrung eines des Alters.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Temeritas est videlicet florentis aetatis, prudentia senescentis

Das Alter ist von Natur aus redseliger.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Senectus est natura loquacior

Wenn du als Greis die Taten und Worte vieler missbilligst, lass dir in den Sinn kommen, was du als junger Mensch selbst getan hast.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.16. Übers. Internet Originaltext: Multorum cum facta senex est dicta reprendas, fac tibi succurrant, iuvenis quae feceris ipse

Mit den Alten soll man ratschlagen und mit den Jungen fechten.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man adjungiert alten Leuten junge, ich glaube es wäre in vielen Fällen besser, wenn man manchen jungen Leuten alte adjungierte.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799

Den Menschen ist das Alter eine schwere Last.

Erasmus von Rotterdam, Lob der Heilkunst (Encomium artis medicae), 1499. Übers. Internet Originaltext: Grave mortalibus est onus senecta

Das Alter verbirgt den Lüstling, das Alter offenbart ihn.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Aetas cinaedum celat, aetas indicat

Vergeblich wünscht man sich die Jugend zurück, ist man schon im Alter angekommen.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Frustra, cum ad senectam ventum est, repetas adulescentiam

Entschwunden ist die Jugend und die sittsame Farbe ließ nur Knochen, umhüllt von bleicher Haut.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 17. Übers. Internet Originaltext: Fugit iuventas et verecundus color reliquit ossa pelle amicta lurida.

Auch die späten Jahre haben ihre Puppenspiele!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Die Jugend fragt: Wie bist Du? – Die reifen Jahre fordern Antwort auf die Frage: Was bist Du?

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Die sogenannten Jugendsünden werden nicht deshalb im Alter unterlassen, weil man sie nicht mehr begehen will, sondern weil man sie nicht mehr begehen kann.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

In der Kindheit staunt man; im Jünglingsalter ahnt man; als Mann glaubt man, zu wissen; als Greis weiß man, dass man nichts weiß – und wird wieder zum Staunenden.

Peters, Aphorismen, 1931

Wenn die Jugend ohne Feuer war, wird leicht das Alter ohne Wärme sein.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Mit jugendlichen Wünschen zu altern ist noch unbequemer.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896