Alter Sprüche – nachdenklich

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Je weiter ich im Alter voranschreite, und je mehr ich die Frage des Krieges durchdenke, desto überzeugter bin ich, dass die einzige Lösung der Frage die Weigerung der Bürger ist, Soldat zu werden.

Tolstoi, L., Briefe. An Bertha von Suttner, 28. August 1901

Gott ist leider nicht galant. Sonst hätte er uns die Falten an die Fußsohlen gemacht und nicht ins Gesicht.

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Alte tun, als lebten sie nicht mehr, träg, unbehülflich und wie Blei so schwer.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Manchmal wollt ich, ich wäre alt, und alles schwiege schon in mir.

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Was nicht hochkommt beim Bücken, legt sich auf den Rücken.

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Wenn der Mensch fühlt, daß er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet dann auf die sauern Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Der Mensch, in: Die Weltbühne, 16.06.1931, Nr. 24 (Kaspar Hauser), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Die Falten um die Stirne dein Laß sie nur heiter ranken; Das sind die Narben, die darein Geschlagen die Gedanken.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Lieder des stillen Mannes. Aus der Erdmännlein-Höhle

Gott sprach, es werde Licht – und meine Haare hielten sich daran.

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Wenn man älter wird, muß man mit Bewußtsein auf einer gewissen Stufe stehenbleiben.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Alte Leute halten sich meist gebeugt, und während die Jungen nach oben schauen, richten die Alten den Blick auf die Erde, die sie bald aufnehmen und bergen wird.

Jowkow, Die Hirschkuh

Wer im Müßiggang verzehrt, was er selbst nicht erworben hat, verübt geradezu einen Diebstahl, und ein Rentner, den der Staat für sein untätiges Leben in Form von Zinsen bezahlt, ist in meinen Augen kaum von einem Straßenräuber verschieden, der auf Kosten der Reisenden lebt.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Nicht leisten können, was andere leisten – du musst dich bescheiden. Nicht mehr leisten können, was du selbst einmal geleistet hast – zum Verzweifeln.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Erzeige den Alten viel Ehre und wenn du mit ihnen im Gespräch bist, so führe keine närrischen Reden, das heißt, sprich nicht alles aus, was dir in den Kopf kommt.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 9. Kapitel: Über den Zustand des Alters und der Jugend

Der alten Hunde Bellen ist nicht aus Acht zu stellen.

Abschatz, Poetische Übersetzungen und Gedichte, 1704

Ein graues Haar steckt all die andern an!

Hamerling, Ahasver(us) in Rom, 1866

Wenn man alt wird, da hält man sich an das Gegebene und respektiert die Tatsachen.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Wenn dem früheren Alter Tun und Wirken gebührt, so ziemt dem späteren Betrachtung und Mitteilung.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-östlichen Divans. Einleitung

Erst dann ist man alt, wenn man zu bequem wird, zu genießen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Falsche Reize sind eine Plombe für den Zahn der Zeit.

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Altern und Einsamkeit bringen zum Nachdenken und machen den Menschen milder.

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Alte Bäume behämmert der Specht am meisten.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche