Alter Sprüche – nachdenklich

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Und so bleibt denn im höchsten Alter uns die Pflicht noch übrig, das Menschliche, das uns nie verläßt, wenigstens in seinen Eigenheiten anzuerkennen und uns durch Reflexion über die Mängel zu beruhigen, deren Zurechnung nicht ganz abzuwenden ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Julius Moritz Seebeck, 3. Januar 1832

Ich suche jetzt vor mir selber die angenehmen Empfindungen zu vergrößern und die traurigen zu unterdrücken. In meiner Jugend verfuhr ich umgekehrt.

Turgenjew, Faust. Erzählung in neun Briefen (Фауст) 1856; übersetzt von Friedrich von Bodenstedt 1864

Im Alter, in jener Zeit der Erstarrung, wo man andere Vergnügungen weder zu bieten noch zu empfangen vermag, welch reiche Quelle ist dann die Lectüre und das Nachdenken!

La Mettrie, Der Mensch eine Maschine (L'homme [plus que] machine), 1748. Übersetzt von Adolf Ritter, Verlag Erich Koschny, Berlin 1875

Brüchig sind auch Spiegel.

Benjamin, Das Passagen-Werk, entstanden 1927-1940, Erstdruck 1982 (posthum)

Dem Alter angemessen ist es, die Aufmerksamkeit auf ernsthafte Dinge zu richten.

Internet

Keine Beweise wissen aber die anzuführen, die behaupten, das Alter betätige sich nicht aktiv.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nihil igitur adferunt, qui in re gerunda versari senectutem negant

Übung und Mäßigung aber können auch im Alter etwas von der früheren Stärke bewahren.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Potest igitur exercitatio et temperantia etiam in senectute conservare aliquid pristini roboris

Wenn du als Greis die Taten und Worte vieler missbilligst, lass dir in den Sinn kommen, was du als junger Mensch selbst getan hast.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.16. Übers. Internet Originaltext: Multorum cum facta senex est dicta reprendas, fac tibi succurrant, iuvenis quae feceris ipse

Ergrautes Haar macht die Gemüter mild.

Horaz, Gedichte (Carmina). 3, 14, 25. Übers. Internet Originaltext: Lenit albescens animos capillus

In späteren Jahren erstaunt man nur noch selten; aber die Gedankenleere, die Armut und Enge manches inneren Lebens, die bleibt immer wieder erstaunlich!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908