Alter Sprüche – nachdenklich

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Feigherzig und geschwätzig ist das Alter.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Es gibt eine Art körperlicher Bewegungen, deren unbeholfenes Tempo und mit Gewalt erzwungenes Federn ein gewisses Alter unbarmherzig enthüllen.

Balzac, Tante Lisbeth (La Cousine Bette), 1846

Es ist schlimm, wenn man merkt, daß man alt wird, aber es ist schlimmer, wenn man es nicht merkt.

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Mit dem Alter kommt Schlaflosigkeit – ein Wink, daß die Alten wachen sollen über und für die Jüngeren, die schlafen, und nachdenken über und für das Wohl der Unmündigen.

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Bei Gott! dachte er, ich werde alt. Warum hier?

Wolfe, Schau heimwärts, Engel (Look Homeward, Angel: A Story of the Buried Life), 1929

Der Gedanke, alt zu werden, ist umzusetzen in die Worte: "Da wurden ihre Augen aufgetan!"

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Es steht bedenklich mit uns, wenn wir erst anfangen der Welt und dem Arzt interessant zu werden.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Im hohen Alter, in dem man wirklich das Recht hätte zu sagen: »Ich kann nicht mehr warten«, wie geduldig wird man da!

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Die meisten Menschen werden alt in einem kleinen Gedankenkreis, der nicht einmal aus ihnen selbst stammt; es gibt vielleicht weniger enge als unfruchtbare Geister.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Der Geist der grauen Haare spricht aus dir.

Schiller, Semele, Singspiel in zwei Szenen, 1782. 1. Szene, Semele

Ich habe einige Ähnlichkeit mit den Windfahnen, die erst dann feststehen, wenn sie verrostet sind.

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Mich beherrscht eine entsetzliche Ruhe. Das also ist der Friede des Alters!

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Warten, schweigen, dulden! – Das geziemt dem alten Mann.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Ich sah von weitem Die Früchte leuchten In Gottes Garten – Wie war das schön!

Nissen, Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Von seinem Freunde Benedikt Momme Nissen, 1926

Greise, die ihr Äußeres zu sehr vernachlässigen oder sich übertrieben herausputzen, vermehren die Zahl ihrer Runzeln und sehen umso hinfälliger aus.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Ein vertrockneter Baum weigert sich nicht zu brennen.

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Ich denke, wie als Knabe, Wenn ich mit andern Knaben Ihr lärmend Spiel ein Weilchen So mitgespielt, auf einmal Zurücktrat überdrüssig, Und sagte: Ich spiele nicht mehr mit. So, wenn ich, alter Knabe Die jungen alten Knaben Mit solchem Lärm und Eifer Ihr Spiel fortspielen seh', Tret' ich zurück mit Lächeln Und sage: Ich spiele nicht mehr mit.

Rückert, Poetisches Tagebuch, 1850-1866 (aus seinem Nachlasse), 1888

Der Greis freilich muß auf ein wohlvollbrachtes Leben zurücksehen können, wenn sein Anblick wohlthuend sein soll.

Carrière, Aesthetik. Die Idee des Schönen und ihre Verwirklichung durch Natur, Geist und Kunst, 1859. Originaltext

Das Alter hat am meisten zu erzählen, aber wie wenige wollen es hören und beherzigen!

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Alt sein wäre nicht so beängstigend – aber fortwährend älter werden...!

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

So sieh doch einem Alten etwas nach!

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 4. Akt, 4. Auftritt, Saladin