Alter Sprüche – neuanfang

121 Sprüche gefunden

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Alte Geigen bezieht man auch mit neuen Saiten.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Alte Bäum' verpflanz mr net.

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Alter spült Fort Geistes Glut, wie's Kraft der Glieder bannt; Und Lebens Zauberbecher funkelt nur am Rand.

Byron, Childe Harolds Pilgerfahrt (Childe Harold's Pilgrimage), 1812-18. 3, 8, 8

Menschen altern wie Bäume: sie verholzen.

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Wir werden nicht älter mit den Jahren, wir werden neuer jeden Tag. We turn not older with years, but newer every day.

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Das Altern meines Körpers und meiner Gestalt ist eine Wunde von einem entsetzlichen Messer.

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Es ist kein so alter Hengst, der nicht noch einmal im Mai wiehert.

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Manche glauben nicht zu altern, weil ihre Torheiten sich verjüngen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Manchmal ergreift das Altern zuerst den Körper, manchmal aber auch den Geist.

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Bleich steht das Feld und reif das Korn, das gelbe, Ganz so wie einst, und doch nicht ganz dasselbe, Ganz so wie einst, Tal, Feld, des Weges Borden, Und doch und doch: Wie viel so fremd geworden! Wie schön der Wald! O, wie bekannt mich schauen Die Wiesen an, die Fluren und die Auen! Und doch und doch! Wie ganz mit andern Mienen, Als hätt' ich nichts zu suchen mehr bei ihnen!

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Es gibt ein Alter, in dem man Sorgen hat, versäumte Sünden nachzuholen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Neues will der Edle schaffen und eine neue Tugend. Altes will der Gute, und daß Altes erhalten bleibe.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Baum am Berge

Wenn der Adler alt wird, so werden ihm seine Federn schwer und die Augen dunkel. Dann sucht er einen ganz erfrischenden Quell auf und fliegt vom Quell hinauf zur Sonne. Da verbrennt er seine Federn, und er stürzt hinunter zu der Quelle, die er sich ausgesucht hat. Das tut er dreimal, und dadurch wird er wieder jung und sieht wieder. Genauso soll der Mensch tun.

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Spätestens mit sechzig Jahren muß sich der Mann entscheiden, ob er seine Jugend oder sein Leben verlängern will.

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Mancher will jung sein, und hat schon siebzigmal Ostereier gegessen.

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Und dieser Frühling macht dich bleicher, in weite Wiesen will dein Fuß, dein Lied wird leis, dein Wort wird weicher, mit jedem Wink, mit jedem Gruß.

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Das Junge steigt, das Alte fällt.

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Man sagt, alte Leute werden wieder Kinder.

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Wie alt bist Du? Weiß nicht, ist jedes Jahr verschieden.

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Rechte Jugend wird niemals alt, wer so hell und kühn ins Leben schaut, bleibt auch sein Meister immerdar. Denn das Leben ist ja doch ein wechselndes Morgenrot, die Ahnungen und Geheimnisse werden mit jedem Schritt nur größer und ernster, bis wir endlich vor dem letzten Gipfel die Wälder und Täler hinter uns versinken und vor uns im hellen Sonnenschein das andere sehen, was die Jugend meint.

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Man kann sagen, daß der äußerlich alternde Mensch im kosmischen Sinne immer jünger wird; denn die Geistgestalt, auf die er angelegt ist, reift immer mehr aus dem zusammenfallenden Körper empor, je reifer seine Seele wird und je gesunder sich seine Entwicklung vollzogen hat.

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