Alter Sprüche – sinn

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Die Summa Summarum des Alters ist eigentlich niemals erquicklich.

Goethe, J. W., Briefe. An Friedrich Constantin von Stein, 21. Dezember 1798

Niemand liebt das Leben so wie einer, der alt wird.

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Ein hohes Alter zu erreichen, gibt es, bei fehlerfreier Konstitution, als völlig notwendige Bedingung, zwei Wege, die man am Brennen zweier Lampen erläutern kann: die eine brennt lange, weil sie, bei wenigem Öl, einen sehr dünnen Docht hat; die andere, weil sie, zu einem starken Docht, auch viel Öl hat: das Öl ist die Lebenskraft, der Docht der Verbrauch derselben, auf jede Art und Weise.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Oft hat ein hochbetagter Greis keinen anderen Beweis für die Länge seines Lebens als die Summe seiner Jahre.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 3. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Saepe grandis natu senex nullum aliud habet argumentum quo se probet diu vixisse, praeter aetatem

Im Übrigen bin ich entschlossen alt zu werden; denn sonst kann man es zu nichts bringen. Aber nicht aus Vergnügen am Leben will ich alt werden.

Nietzsche, F., Briefe. An Malwida von Meysenbug, 2. Januar 1875

Die Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Über die Maßen verlängert, wird Pein das Leben.

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Das eigentliche Lebensglück, das in geistiger Ruhe und Zufriedenheit und seelischer Geradheit und Sicherheit besteht, darf man nie einem Menschen zusprechen, ehe man nicht gesehen hat, wie er den letzten und zweifellos schwierigsten Akt im Schauspiel seines Lebens spielt.

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Jeder ist mit seinem Leibe sein eignes Gebeinhaus.

Jean Paul, Nachlass

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe, Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.

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Verpfusche nicht das Finale deines Lebens!

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Lang leben will alles, aber alt werden will kein Mensch.

Nestroy, Die lieben Anverwandten, 1848

Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.

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Mich frug mein Freund, wie viele Lebensjahre bereits auf meinen Schultern ruhten? Ich sprach: "Im besten Falle zwei Minuten." Er wies bestürzt auf meine weißen Haare. Da sagte ich: "Wir müssen klar erkennen, wie sich verteilt des Lebens Wert und Maß. Ich küßte einmal so, daß ich es nie vergaß... Den Rest des Erdenseins kann ich nicht Leben nennen..."

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Warum wurde der Mensch erst am letzten Tag erschaffen? Damit er, wenn er zu eitel wird, ermahnt werden kann. ”Die Mücke ist älter als du.“

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Wie fangen wir's an? Das sage mir einer! Lang leben will jedermann, alt werden keiner.

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Was der alte Mensch tut, ist ein Gewinn, was er isst, ein Verlust.

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Älter werden ist die einzige Möglichkeit, länger zu leben.

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Die zweite Hälfte des Lebens ist oft nur noch der Katzenjammer von der ersten.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ich behaupte daher, daß die beste Wegzehrung des Alters ist [...] das Leben gemäß der Natur, indem man denkt und tut, was man soll.

Capelle (Hg.), Epiktet, Teles und Musonius. Wege zu glückseligem Leben, 1948

Alter: das ist immer noch das einzige Mittel, das man entdeckt hat, um lange leben zu können.

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