Alter Sprüche – weisheit

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Man muß den guten Kern im Menschen bis ins späteste Alter aufbewahren. Wenn Verstand und Herz sich nicht trennen, altert der innere Mensch nie.

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Zu wissen, wie man altert, ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel aus der großen Kunst des Lebens.

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Ich dachte: Lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen. Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 32,7f)

Zu ungetilgter Arbeitsfähigkeit und ungetrübter Forschungslust gesellt sich ein anderer und höherer Vorzug: der zusamt mit dem Alter wachsenden und gefestigten freien Gesinnung.

Keller, G., Briefe

Alles nimmt uns das Alter, sogar den Verstand.

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Weder das Alter noch die Jugend sind im mindesten ein Verdienst noch ein Vorzug, ja nicht einmal eine Eigenschaft, sondern einfach ein Zustand. Man ist jung oder alt, so wie man gesund oder krank ist.

Spitteler, Lachende Wahrheiten, 1898

Das Alter Gesetz ist nur eine Denkschrift; selbst die Gesichtsfarbe klärt sich.

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Je älter man wird, desto mehr will man gewöhnlicher erscheinen, um nur nicht die Mühe zu haben, bemerkt zu werden.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Das Alter hat keinen Schmuck außer der Tugend.

Plutarch, Parallelbiographien (Vitae parallelae), entstanden ab 96 n. Chr. Cato

Weder ist Ekel ein Zeichen von Gesundheit, noch Appetit eine Krankheit, ganz im Gegenteil! So denkt man über den Körper, aber die Seele beurteilt man nach anderen Regeln, man nimmt an, daß eine Seele stark ist, die frei ist von Leidenschaften, und da die Jugend feuriger und ungestümer ist als das hohe Alter, so sieht man sie wie eine Zeit des Fiebers an und verlegt die Kraft des Menschen in seine Hinfälligkeit.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht und wie sie sich im Alter darstellt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Grau ist ein Zeichen von Altertum und nicht von Weisheit.

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Ältere Menschen glauben gern an sich selbst.

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Im Alter weckt jedes gute Gespräch Erinnerungen.

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Nicht die Zahl der Jahre, sondern die Erlebnisse altern den Mann, und auch diese dann erst am schwersten, wenn er sie Gott nicht anvertraut.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Da [im Alter] sieht man fest zurück, der Täuschungen entledigt, ledig aller Hoffnungen auf den Regenbogen der Jugend. Die mühsame Kletterei auf den Montblanc dieses irdischen Daseins ist vollendet; der Wanderer ruht auf der kalt scheinenden Zinne in der Wärme des Nachgenusses, der Würdigung.

Bentzel-Sternau, Das goldne Kalb. Eine Biographie (4 Bde., anonym veröffentlicht), 1802-1804. Vierter Band

Alt ist derjenige, der Wahrheit erworben hat.

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Alter ist Freiheit, Vernunft, Klarheit, Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1904

Des Alters läst'ger Vorzug ist Erfahrung, die ihm den Glauben an die Menschheit raubt.

Kotzebue, Rudolph von Habsburg und König Ottokar von Böhmen. Historisches Schauspiel in 6 Akten, 1816

Erst das Alter verhärtet gewöhnlich das Herz der Minister.

Voltaire, Der Freimütige (Le Huron ou l'Ingénu), 1767

Zuweilen begegnet man Menschen, die sich bis ins hohe Alter die Frische des Geistes bewahrt haben. Das ist der Lohn des höheren Lebens, das sie geführt.

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