Arbeit Sprüche – klassisch

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Die Arbeitenden sind den Unsterblichen viel lieber.

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Wahre Lebensart. Wer den Freund aufrichtig empfängt, Verwandte mit Achtung, Frauen mit Höflichkeit, Arme mit Gaben und Gunst, Stolze mit Demut, irrende Menschen mit sanfter Belehrung, Weise nach ihrem Gemüt, der ist der freundliche Mann.

Herder, Gedanken einiger Bramanen (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792

Es sei dir allzeit rechter Ernst, Was du auch tust, treibst, sinnest, lernst! Die Halbheit taugt in keinem Stück, Sie tritt noch hinters Nichts zurück.

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Du pflückst die Frucht aus deiner Ahnen Saaten; aus ihren Wünschen ward dein Heut'. Für ferne Enkel rührst du deinen Spaten; in deiner Brust wird ihr Geschick betreut.

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Nur in schwülen Prüfungsstunden, Sproßt die Palme, die den Sieger krönt.

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Wer seine Stellung kennt und dazu seine Kraft, Und beiden wirkt gemäß, der wirkt untadelhaft.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Die Arbeit, frei von Pflicht gelenkt, Ist's, die uns alle Güter schenkt; Was meine Hand aus Pflicht erschafft, Ist mein, durch ewiger Satzung Kraft.

Eichert, Wetterleuchten, 1893

Was man an Nebensachen verschwendet, wird immer der Hauptsache entzogen.

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Alles Edle gedeiht nur im Schoße biederer Männer, Unheil säet der Trotz und verschlingt sich selbst.

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Wie das Gestirn, ohne Hast, aber ohne Rast, drehe sich jeder um die eigne Last.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien, Kap. 2

Wann wird zur Sonne blickend ein freies Volk, Ein Volk von Starken, sprechen: O leuchte nicht Zu Müßiggang und Fürstenkriegen, Nur zu der redlichen, frommen Arbeit! – ?

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Eine gute Sentenz ist zu hart für den Zahn der Zeit und wird von allen Jahrtausenden nicht aufgezehrt, obwohl sie jeder Zeit zur Nahrung dient.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Jedes träge Volk ist ernst; denn die, welche nicht arbeiten, betrachten sich als die Gebieter derer, die arbeiten.

Montesquieu, Vom Geist der Gesetze (De L'esprit des Loix), 1748

»Welch eine Zeit!« rief er jetzt unwillkürlich; aber der alte Krieger sagte: »Eine ganz vortreffliche Zeit, wie alle Zeiten, in denen man einen großen Hunger nach irgend etwas hat, von dem man weiß, daß man es durch Mühen und Arbeit erlangen kann. [...]«

Raabe, Der Hungerpastor, 1864. 15. Kapitel

Was nun die Menschen gesetzt haben, das will nicht passen, es mag recht oder unrecht sein; was aber die Götter setzten, das ist immer am Platz, recht oder unrecht.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Aus Makariens Archiv

Es sind vielleicht die Vorzüge unserer Zeiten, welche ein Zurücktreten und eine gelegentliche Unterschätzung der vita contemplativa mit sich bringen. Aber eingestehen muss man es sich, dass unsere Zeit arm ist an großen Moralisten, dass Pascal, Epiktet, Seneca, Plutarch wenig noch gelesen werden, dass Arbeit und Fleiß — sonst im Gefolge der großen Göttin Gesundheit — mitunter wie eine Krankheit zu wüten scheinen.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Fünftes Hauptstück. Anzeichen höherer und niederer Kultur

Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen; die Arbeit reizt den Appetit, und die Mäßigkeit verhindert die mißbräuchliche Befriedigung desselben.

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Stehe auf, du Sohn der Zeit; sorge, daß dieses göttlicher wird und jenes – und du selbst vor allen Dingen! Arbeite, und schlafe nicht; denn es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.

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Je mehr der Mensch die Arbeit der Jahrhunderte, die Arbeitsleistung der Welt kennt, um so mehr ist er Mensch.

Gorki, Das Märchen vom Leben, 1911

Es gibt nur eine Würze, die irgend etwas zum edlen, menschlich würdigen Genusse machen kann, – es ist das Bewußtsein, dafür gearbeitet, ihn durch Mühe erkauft zu haben.

Schmid, Das Schwalberl. Bauernroman, 1860

Was du dankst der milden Göttergunst, drückt dein Haupt zu Boden nieder; was du dankst der eignen Müh' und Kunst, hebt es zu den Göttern wieder.

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