Arbeit Sprüche – klassisch

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Es ist ein ungeheurer Vorteil, nichts getan zu haben, aber man soll keinen Mißbrauch damit treiben.

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Schönes und Gutes aber kann weder von einem Menschen noch von einem Staate hervorgebracht werden, ohne Tugend und Verstand.

Aristoteles, Politik. 1323b (VII, 1.) Übersetzt von Christian Garve (1799)

Arbeiten, wirken, schaffen, das erschöpft das Leben nicht, sondern verjüngt es und macht es stärker. Ich kann nicht altern, denn in meinem Innersten lebt das Göttliche, und das Göttliche altert nicht.

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Der Weise erwägt erst seine Kraft, bevor er etwas beginnt und schafft.

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Geistiges Schaffen isoliert, nie ist ein großer Denker populär geworden.

Eucken, Die Lebensanschauungen der großen Denker, 2., umgearbeitete Auflage 1896 (EA: 1890). Einleitung

Nein, laß mir das Geschäft in Ehren! Es ist ein Balsam für das Herz: Nicht töten will es und zerstören, Es glänzt nicht, fliegt nicht sonnenwärts; Doch liegt, ich darf es wohl berühren, In Staub von Akten und Papieren Gar wunderbare Zauberkraft, Zu sänftigen die Leidenschaft.

Goethe, Zu Schillers und Ifflands Andenken. Nachspiel zu den Hagestolzen, 1815. Sternberg

Frau Arbeit Wie heißt die schönste Frau fürwahr, Seit Männer Frauen lieben, Die oft schon Weib, schon Wittib war Und dennoch jung geblieben? Die Wange ward ihr sonnenbraun, Ihr Blick ist klug und stille, Es blüht, was ihre Augen schaun, Und Segen zeugt ihr Wille. Die Hände dieser Zaubrin sind Nicht seiden, wie bei Kranken; Doch ihre Füße so geschwind, Wie gute klare Gedanken. Sie küsst den Burschen: Ihn durchdringt Die Vollkraft jungen Lebens; Er singt am Erntetag und schwingt Die Sichel nicht vergebens. In ihrem Schoß, an ihrer Brust Ist Wachsen und ist Werden; Sie nährt in hoher Mutterlust Die Zukunft unsrer Erden. Viel Männern schuf ein Paradies Des edlen Weibes Treue, Und mancher, der es doch verließ, Verdarb in Scham und Reue. Doch wer voll Liebe sie umschloss, Für sie, tut's Not, ein Streiter, Er lebt unsterblich; denn ihr Spross Trägt seine Züge weiter. Sie hat ein sanftes Schwesterlein, Das löst ihr spät die Schuhe: Und die Frau Arbeit schlummert ein Beim Nachtgesang der Ruhe.

Oertzen, Gedichte. Stimmen des Lebens. Neue Gedichte, 1876

Mahnung Stille! Freund! Es lernt sich alles. Wer die Scham verlernt hat, ist Jeglichen Verbrechens fähig. Längst begehrt mein Herz: zu sehen Wie im Kampf der Feige kühn wird Und wie aus dem kältesten Grauen Jäh die Grausamkeit erwacht. Preist nicht den Gewinn der Arbeit! Ja: der Durst begehrt nach Säure! Wohl! Bedenk: Das Herz verlangt nicht Obst: es will gestohlene Früchte. Meide Worte, die uns rühren: Sie verführen, und im Herzen, Das Verführung schon gekostet Und verspürt hat, wacht die Tücke. Schweigt von Gott! Schweigt von der Plage! Glaubens Reden stört die Andacht, Stört die stille Scham des Mannes. Schweigt von Tugend und von Sünde. Darum still! Und müßt ihr reden, Sprecht in leichten lockern Worten, Die den Tänzer nicht beschweren, Nicht des Weines Licht verdunkeln.

Krzyzanowski, Unser täglich Gift. Gedichte, 1919

Ledig aller Pflicht Hört der Pursch die Vesper schlagen, Meister muss sich immer plagen.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Lied von der Glocke, 1799