Arbeit Sprüche – mut

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Winterwanderung (Aus den Liedern vom Maurergesellen) Nicht mir hab' ich gebaut; dies Dach wird eines andern. Wer's Glück hat, holt die Braut und kauft Brabant und Flandern. Ade, ade, du schmuckes Haus, ich greif' zum Stab und zieh' hinaus, muß weit und weiter wandern. Muß wandern kreuz und quer, durch Stadt und Dorf mich winden; mein Säckel wird so leer, und Wams und Stiefel schwinden. Ich hab' gebaut so manches Dach; das eigne Haupt zu bergen, mag ich nun kein Plätzchen finden. Kein Meister, der mich dingt, wo ich auch zugesprochen; der arge Winter bringt die langen Feierwochen. Die Welt wird still, die Arbeit ruht, ich armes heimatloses Blut muß rings vergeblich pochen. Schon streicht ein harter Frost auf dem bereiften Rasen, und scheltend kommt aus Ost ein Schneewind hergeblasen, die wilden Wanderschwäne schrei'n, ach Gott, wie bin ich gar allein, allein auf fremden Straßen! Doch Herz, dein Trost ist nah! Wenn jede Tür verschlossen, du zählst den Herrgott ja zu deinen Zunftgenossen. Der Meister, der die Kuppel baut, die sterndurchflammt dort oben blaut, der wird dich nicht verstoßen.

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Aber fürchte die Schuld, und mehr noch fürchte den Hochmut, Der wie berauschender Wein rasch dir die Sinne verwirrt.

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Buch der Betrachtung. Gnomen, 1.

Brav, alter Maulwurf! Wühlst so hurtig fort? O trefflicher Minierer!

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Was man mit frischem Herzensblut Und keckem Wohlbehagen thut, Das thut man nicht vergebens.

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Arbeit ist das wärmste Hemde, Frischer Quell im Wüstensand, Stab und Zelt in weiter Fremde Und das beste Vaterland!

Keller, Kantate zur Eröffnung einer Ausstellung in Zürich 1883

Wer niemand mit seiner Sache zu belasten wagt und sie selbst führt, damit sie nur einmal geführt sei, ist anmaßend.

Kraus (Hg.), Die Fackel, 1899-1936. Nr. 261–62, X. Jahr

Der fürchtet nicht der Arbeit Plag', wer arbeiten kann und will und mag.

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In steter Bewegung ernährt sich die Kraft, Die Ruh liegt im Herzen dem Manne, der schafft!

Keller, Kantate zur Eröffnung einer Ausstellung in Zürich 1883

Viele nennen Diensteifer, was weiter nichts ist als ihr Hang zur Bosheit und Gewalttätigkeit; bei ihrem Eifer haben sie nicht die Sache, sondern ihren Vorteil im Auge.

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Kannst du nicht Dombaumeister sein, Behaue als Steinmetz deinen Stein; Fehlt dir auch dazu Geschick und Verstand, Trage Mörtel herbei und Sand!

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Wer lust'gen Mut zur Arbeit trägt und rasch die Arme stets bewegt, sich durch die Welt noch immer schlägt. Der Träge sitzt, weiß nicht wo aus, und über ihn stürzt ein das Haus. Mit frohen Segeln munter fährt der Frohe das Leben hinunter.

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Der Wille ist des Werkes Seele.

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Führe deine Geschäfte, oder deine Geschäfte führen dich!

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Selbst die Wüste belebt sich, sobald man den Spuren der arbeitsamen Menschenhand begegnet.

Humboldt, Reise in die Aequinoctialgegenden des neuen Continents, 6 Bde., 1815-29

Wirke, bilde! Ob im Leben, Ob im Zauberland des Scheins, Zwing des Stoffes Widerstreben, Sei mit deinem Schaffen eins. Freu dich, wenn es Frucht getragen! Aber köstlicher noch bleibt Jener Tropfen Unbehagen, Der zu neuem Werke treibt!

Adler, Neue Gedichte, 1899. Wirke, bilde!

Jedem Ehre, jedem Preis! Ehre jeder Hand voll Schwielen! Ehre jedem Tropfen Schweiß, Der in Hütten fällt und Mühlen! Ehre jeder nassen Stirn Hinterm Pfluge! Doch auch dessen, Der mit Schädel und mit Hirn Hungernd pflügt, sei nicht vergessen!

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Wenn kein Wind geht, dann rudere.

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Man muß einzeln versuchen was im Ganzen unmöglich werden möchte.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Ludwig von Knebel, 16. Juli 1798

Es ist gut pflügen, wenn der Acker gereinigt ist; aber den Wald und die Stöcke ausrotten und den Acker zurichten, da will niemand an.

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Alles Edle gedeiht nur im Schoße biederer Männer, Unheil säet der Trotz und verschlingt sich selbst.

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Nimm selbst die Axt oder die Sense in die Hand; das wird dir guttun und deiner Gesundheit mehr nützen als alle möglichen Marienbäder, verordnete Motionen und schlaffe Spaziergänge.

Gogol, Der russische Gutsherr