Arbeit Sprüche – sinn

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Wer essen will, der soll auch arbeiten; ob aber der verdiente Lohn der Arbeit sicher und ohne Sorgen sein oder ob er außer der einfachen Arbeit noch ein Ergebnis der Sorge, des Geschickes und dadurch zum Gewinst werden soll, welches von beiden das Vernünftige und von höherer Absicht dem Menschen Bestimmte sei, das zu entscheiden wage ich nicht, vielleicht wird es die Zukunft tun.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Was ist man dem Arbeiter schuldig, wenn er nicht mehr arbeiten kann, oder nichts mehr für ihn zu arbeiten sein wird? Was dem Menschen, wenn er nicht mehr zu brauchen ist?

Schiller, Der Geisterseher. Aus den Papieren des Grafen von O**, 1787-1789

Arbeit ist kein Gut: Was ist also ein Gut? Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 31. Brief. Übers. Internet Originaltext: Labor bonum non est: quid ergo est bonum? laboris contemptio

Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, was einem widerstrebt. Und je menschlicher der Arbeiter fühlt, desto mehr muss ihm seine Arbeit verhasst sein, weil er den Zwang, die Zwecklosigkeit für sich selbst fühlt, die in ihr liegen.

Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen, 1845

Was die Arbeit genussreich macht, ist, dass sie die Betätigung jenes Kraftgefühls ist, das wir Leben nennen.

Münzer, Tausendundein Aphorismus, 1914