Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Ich trage alle meine Werte bei mir.

Internet

Euer Lügenköder fängt den Wahrheitskarpfen.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Mir ist in allen Geschäften und Lebensverwickelungen das Absolute meines Charakters sehr zu statten gekommen; ich konnte Vierteljahre lang schweigen und dulden, wie ein Hund, aber meinen Zweck immer festhalten; trat ich dann mit der Ausführung hervor, so drängte ich unbedingt mit aller Kraft zum Ziele, mochte fallen rechts oder links, was da wollte.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich von Müller und Friedrich Wilhelm Riemer, 31. März 1823

Der eine kann das Unglück nicht, Der andre nicht das Glück verdauen. Durch Männerhaß verdirbt der eine, Der andre durch die Gunst der Frauen.

Heine, H., Gedichte. Nachlese. Zeitgedichte. Aus: Simplicissimus I.

Am sichersten erkennt man den Charakter eines Menschen an der Art, wie er die Leute behandelt, die a) ihm keinen Nutzen erweisen und b) nicht zurückschlagen können.

Internet

Charakter: die Summe der Tendenzen, in einer bestimmten Weise zu handeln.

Internet

Aus unsern Herzen Wächst, was wir säen, uns wieder zu; Da pflanzt die Wahrheit ihre Ruh', Da fühlt die Torheit ihre Schmerzen, Da sät das Laster seine Pein. Oh, da verblühet jeder Morgen, Den leere Abende bereun. Da hüllt die Tugend sich verborgen In ihre stille Pflanzung ein, Die ihr kein Erdensturm verweht.

Internet

Der edle Mensch hilft seinen Mitmenschen, das Gute in ihnen zur Reife zu bringen, nicht aber das Schlechte. Der niedrig Gesinnte tut das Gegenteil.

Internet

Wer zum Kriechen bestimmt ist, der kann nicht fliegen.

Internet

Denn, Knabe, wie wir uns auch preisen mögen, Sind uns're Neigungen doch wankelmüthiger, Unsicherer, schwanken leichter her und hin, Als die der Frau'n.

Internet

Fünf Dinge muß man überall unter dem Himmel üben, um wahrhaft zu sein – Höflichkeit, Großzügigkeit, Verläßlichkeit, Beflissenheit, Milde.

Internet

Durch keine Eigenheiten, die man hat, macht man sich so lächerlich wie durch jene, die man zu haben vorgibt.

Internet

Und so wäre es wohl das Beste, sich nicht zu bekümmern, was andere tun, sondern immerfort zu suchen, wie weit man es selbst bringen kann.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 20. Oktober 1831

Endlich haben Pflichtgefühl, Rechtsgefühl, Verantwortlichkeitsgefühl und Wahrheitsliebe im Charakter ihre treueste Stütze.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Kleinlichkeit ist das Zeichen unserer Tage. Nicht auf den Geist, nicht auf das Innere, Große, Ideale wird geschaut, sondern auf den Buchstaben, auf Wissensanhäufung.

Bülow (Hg.), Friedrich Lienhard. Der Mensch und das Werk. Mit vielen ungedruckten und seltenen Proben seiner Dichtung, 1923

Wo Charakter ist, da ist Hässlichkeit Schönheit; wo kein Charakter ist, da ist Schönheit Hässlichkeit.

Internet

Wenn unser Charakter ausgebildet ist, fängt leider unsere Kraft an zusehends abzunehmen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden.

Arnim/Brentano, Clemens Brentanos Frühlingskranz. Aus Jugendbriefen ihm geflochten, wie er selbst schriftlich verlangte, 1844

Es gibt für den Menschen nur eine Schuld, die, nicht er selbst zu sein. Was vom Menschen, das gilt auch von den Nationen.

Internet

Die Standhaftigkeit besteht darin, daß man sich dem Unglück entgegenstellt!

Internet

Eine Besserung der deutschen Zustände ist nur möglich, wenn alles auf Charakterbildung gegründet [...] wird [...]. Das ist die Pointe des weltgeschichtlichen Berufes der Deutschen.

Nissen, Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Von seinem Freunde Benedikt Momme Nissen, 1926