Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Wie oft möchte man nicht im Leben die Worte des Dichters: "Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht – !" mit Hervorhebung des drittletzten Wortesderwiederholen!

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ein Ungesitteter lauert auf das Betragen seines Nebenmenschen; wer aber im Licht wandelt, denkt nichts Böses.

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Was du dir Charakter nennst, nenne dir doch viel lieber Trotz!

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Das Gute trägt seine Belohnung allein in sich selbst, ebenso wie die Schlechtigkeit ihre eigene Strafe ist.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 4. Buch. Originaltext: Sicut igitur probis probitas ipsa fit praemium, ita improbis nequitia ipsa supplicium est

Der Irrtum ist, Charakter sei, keinen Widerspruch in sich selbst zu dulden.

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Es gibt problematische Naturen, die keiner Lage gewachsen sind, in der sie sich befinden, und denen keine genugtut. Daraus entsteht der ungeheure Widerstreit, der das Leben ohne Genuß verzehrt.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821

Ein guter Mensch wird, da er auf das Wohl anderer bedacht ist, sogar im Augenblick seines Untergangs nicht feindlich gestimmt: der Sandelbaum teilt seinen Wohlgeruch, selbst wenn er niedergehauen wird, der Schneide der Axt mit.

Böhtlingk (Hg.), Indische Sprüche. Sanskrit und Deutsch, 3 Bde., 1863-65

Es gibt Fälle, wo auch der Schwächste nicht schwach bleiben darf und auch, wenn nicht an seiner Einsicht und seinem Verstande, doch an der Sittlichkeit und Ehre die kräftigsten Bundesgenossen findet.

Hoefer, Allerhand Geister, 1876

Den wird man fürerlauchterkennen, Der von dem Recht erleuchtet ist, Den wird man einenRitter, Der nie sein Ritterwort vergißt, DenGeistlichenwird man verehren, In dem sich regt der freie Geist, Der wird alsBürgersich bewähren, Der seine Burg zu schirmen weißt.

Uhland, L., Gedichte. Vaterländische Gedichte. Aus: Den Landständen zum Christophstag 1817

Nicht sowohl der Ausdruck überlegenen Geistes fesselt uns so unwiderstehlich, als jener eines Charakters, der unsere Sympathie erweckt.

Stahl, Die Tochter der Alhambra, 1869

[...] Charakter als [...] die Farbe der Ereignisse bestimmende[] Beschaffenheit des Ich [...]

Spengler, Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte, 2 Bde., 1918-22. Erster Band, 1920

Nur was du in dir bist, bestimmt deinen Wert, nicht was du hast.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Über Nacht, über Nacht kommt still das Leid, Und du bist erwacht, O traurige Zeit! Du grüßest den dämmernden Morgen Mit Weinen und Sorgen. Über Nacht, über Nacht Kommt das stille Glück, Und du bist erwacht, O selig Geschick! Der düstere Traum ist zerronnen Und Freude gewonnen. Über Nacht, über Nacht Kommt Freud und Leid, Und eh du's gedacht, Verlassen dich beid' Und gehen, dem Herren zu sagen, Wie du sie getragen.

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Jeder Mensch, auch der schlechteste, hat eine Eigenschaft, die unser Urteil über ihn mildert, uns für seine sonstigen Tugenden milde stimmt.

Detlef, Ein Dokument, 4 Bde., 1876

Obgleich man Menschen anklagt, sie kennen nicht ihre eigene Schwäche, kennen vielleicht ebenso wenige ihre eigene Stärke. Es ist im Menschen wie im Erdreich, wo es manchmal eine Goldader gibt, von der der Eigentümer nichts weiß.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Ein schlechter Mensch ist gleich einem irdenen Gefäße, leicht zu zerbrechen, schwer wieder zu vereinigen. Ein guter Mensch, wie ein goldenes Gefäß, schwer zu zerbrechen und schnell wieder zu vereinigen.

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Übersetzt von Max Müller, 1844

Was der höhere Mensch sucht, das ist in ihm selber; was der gemeine Mensch sucht, das ist in anderen.

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Nichts in die Länge ziehen! Nichts auf die Zukunft verschieben! Fordern, sagen, was man will und für Recht hält, und dann als Mann dafür einstehen und sterben.

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Im großen und ganzen hegen Männer von Ehre, welchem Stand und welcher Partei sie angehören, dieselben Ansichten von Pflicht, Treue, Wahrheit, von Sittlichkeit mit einem Wort.

Detlef, Benedikta, 3 Bde., 1876

Er blieb zwar derselbe, aber es stand ihm nicht mehr gut.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr

Zuweilen mein' ich, eine reine weibliche Natur könne mich retten.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837