Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Es gibt für den charakterfesten Mann kein überzeugenderes Mittel, daß er das rechte getroffen, als wenn ein gewisses Gesindel darüber vor Ärger fast bersten möchte.

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Was uns fehlet, das sehen wir nicht allein an uns, sondern auch an andern.

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Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu bewahren.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Verborgen bleibt nur das Beste an uns; das Schlechte und Dumme hat überall Mitwisser.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Du kehrst wieder zu deiner Veranlagung zurück.

Terenz, Hecyra (Die Schwiegermutter), entstanden um 165 v. Chr

Der Charakter eines Menschen lässt sich weniger daraus erkennen, was er wünscht, als wie er es wünscht.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Die Bäume beugen sich, wenn Früchte wachsen; Die Wolken hangen, wenn sie frisches Wasser Enthalten, tief herab; die guten Menschen Beweisen auch im Glücke sich nicht stolz.

Kalidasa, Sakuntala. Drama in sieben Akten

In jedem von uns ist etwas, was verdient, erschossen zu werden.

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Wer aufrecht pflegt einher zu schreiten, Mag leicht zu bösem Fall ausgleiten, Wer aber kriecht auf allen Vieren, Kann nie das Gleichgewicht verlieren.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn sich unedle Naturen endlich entschließen müssen, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen, so pflegen sie gewöhnlich hinten nach noch ein Extrastückchen ihres Charakters, irgendetwas Gemeines, als unverlangtes Agio dreinzugeben.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Alle Lumpe sind gesellig, zum Erbarmen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Die Liebe wächst an der Schönheit und der Güte, die Freiheit vom eigenen Ich und von allem Kleinlichen an der Größe, die Demut an der Kraft: mit andern Worten, der Mensch, das heißt, der Charakter, gedeiht an der Freude über das Göttliche.

Lagarde, Deutsche Schriften, 1878-81 (5. Auflage 1920, versammelt fortlaufend alle politischen Schriften). Drei Vorreden

Wie das Licht durch sehr kleine Löcher dringt, so geben kleine Dinge den Charakter eines Menschen zu erkennen.

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Wehe dem Mann, der keine Schattenseiten hat, er hat auch keine Lichtseiten.

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Eigen ist's den Menschen, den der fällt, noch ganz zu stürzen.

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Das kleinste Mißgeschick, und die euch erst schmeichelten, würdigen euch keines Blickes mehr.

Molière, Die lächerlichen Preziösen (Les Précieuses ridicules), 1659

Nachahmen oder anfeinden ist der Charakter der Menge.

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Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Ein edler Sinn liebt edlere Gestalten.

Schiller, F., Gedichte. Erstdruck 1801 unter dem Titel »Voltaires Pucelle und die Jungfrau von Orleans«

Ich habe Leute gekannt, die gute Eigenschaften besaßen, welche anderen sehr dienlich waren, ihnen selbst aber nutzlos; wie eine Sonnenuhr an der Vorderseite eines Hauses Nachbarn und Vorübergehenden dient, nicht aber dem Eigentümer im Innern.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Es gibt Menschen, die gehen auf Grund, wenn sie nur ein paar Schrotkörner abkriegen, und kommen dann nie wieder hoch.

Ibsen, Die Wildente (Vildanden), 1884