Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Lass Neider neiden und Hasser hassen: Was Gott mir gönnt, muss man mir lassen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Charakter der Dinge dieser Welt, namentlich der Menschenwelt, ist nicht sowohl, wie oft gesagt worden, Unvollkommenheit, als vielmehr Verzerrung, im Moralischen, im Intellektuellen, Physischen, in allem.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 12. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

In jedes Menschen Charakter sitzt etwas, das sich nicht brechen läßt – das Knochengebäude des Charakters; und dieses ändern wollen heißt immer, ein Schaf das Apportieren lehren.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 60]

Also will es die Art edler Seelen: sie wollen nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben. Wer vom Pöbel ist, der will umsonst leben.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Von alten und neuen Tafeln

Vergeblich Nicht wirst du erheben, was tief von Natur, Weil du's mit Ehren verbrämt; Schmeichle der niedern Kreatur Und gleich wird sie unverschämt.

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Es gibt nur eines, sich zu bewahren in den Fluten des menschlichen Getriebes, nur eines: sich bewähren.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Man kann den Charakter eines Menschen nie besser kennen lernen, als an seinem Krankenbette, sowie die Gesinnungen während seines Rausches.

Grillparzer, Ästhetische Studien, Sprachliche Studien, Aphorismen. 1821

Sei nicht allzu süß, damit du nicht verschlungen wirst, und nicht allzu bitter, damit du nicht ausgespieen wirst.

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Ich kann nicht oft genug wiederholen, daß kein Mensch unaufhörlich und mit Erfolg gegen seinen eigenen Charakter ankämpfen kann.

Bulwer-Lytton, Pelham, oder Abenteuer eines Gentleman (Pelham, or, The adventures of a gentleman), 1828, deutsch von Gustav Pfizer 1845

Kein Mensch erklärt die Rätsel der Natur, Kein Mensch setzt einen Schritt nur aus der Spur, Die seine Art ihm vorschrieb, und es bleibt Der größte Meister doch ein Lehrling nur.

Chayyam, Die Sinnsprüche Omars des Zeltmachers (Rubaijat-i-Omar-i-Khajjam), übersetzt von Friedrich Rosen 1909

Wer sich am meisten verweichlicht, leidet am meisten.

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Der Mensch ist der Bildner der Verhältnisse. Der Charakter ist es, der aus den Verhältnissen eine Existenz schafft. An dieser bildenden Kraft wird unsere Stärke gemessen. Aus dem gleichen Material baut der eine Paläste, der andere Hütten, der eine Speicher, der andere Landhäuser; und der Granitblock, der für den Schwachen ein Hemmnis ist auf seinem Pfade, ist für den Starken eine Stufe, die ihn höher fördert.

Lewes, Goethes Leben und Werke (The life and works of Goethe. Sketches of His Age and Contemporaries, from Published and Unpublished Sources), 2 Bde., 1855

Es ist doch sonderbar, wie auch der vortrefflichste Mensch schlechte Eigenschaften haben muß, gleich einem stolz segelnden Schiffe, welches Ballast braucht, um zu seiner guten Fahrt gehörig schwer zu sein.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). Tagebuch, 15. September 1847

Die Seele warm, das Auge klar, die Lippe wahr, von Stahl der Arm; für's andre sorgen dein Heut' dein Morgen.

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Daß Edelmut, Seelenreinheit und Herzinnigkeit ›Schwächlichkeit‹ heißen sollten, das werden wir niemals begreifen und, soweit das in unsern Kräften liegt, auch niemals dulden.

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Mancher nennt das als Mann seinen Charakter, was man am Kind seine Unarten nannte.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Und doch sind es wunderliche und oft sehr schwierige Naturen, die das Rechte erst aus der Seele eines anderen heraus zu treffen vermögen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Erwerbe dir Vermögen aus Rechtschaffenheit.

Spiegel (Übers.), Avesta. Die heiligen Schriften der Parsen, übersetzt von Friedrich Spiegel, 3 Bde., 1852-63

Wer erst im Kleinen untreu wird, von dem kann man sich voraussetzen, daß er nach einiger Zeit auch das Große versäumen wird.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Mit dem Werte des Menschen ist es wie mit den Diamanten, die bei einer gewissen Größe, Reinheit und Vollkommenheit ihren festen und bestimmten Preis haben, darüber hinaus aber unschätzbar sind und keine Käufer finden.

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Wenn das Glück, die leichte Dirne, Launisch dir den Rücken kehrt, Hebe doppelt kühn die Stirne, Gürte doppelt fest das Schwert. Rasch verwelkt ein Kranz aus Zweigen, Die du spielend dir gewannst; In der Not erst magst du zeigen, Wer du bist, und was du kannst.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 32.