Charakter Sprüche – freundschaft
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Ein gerader Mensch scheut nicht die freundschaftlichen Geschwätze, die aus dem Rausche hervorgehen.
Haarspalterei zersetzt den Charakter eines Menschen. Ein Mensch, der in kleinen Dingen nicht großzügig sein kann, dem kann man keine wichtigen Aufgaben anvertrauen.
Ein Faden bindet den ehrlichen Mann mehr als ein Seil den Schurken.
Allerdings, Freund, taugen die Menschen und die Gurken nichts, sobald sie reif sind.
Aufbrausend und charakterlos, dumm und unaufmerksam, unwissend und unehrlich – was kann man mit solchen Menschen anfangen?
Ich schätze den Mann, der sich selber treu ist, sogar in seiner Bosheit.
Was ich Gutes haben mag, ist durch einige wenige vortreffliche Menschen in mich gepflanzt worden, ein günstiges Schicksal führte mir dieselben in den entscheidenden Perioden meines Lebens entgegen, meine Bekanntschaften sind auch die Geschichte meines Lebens.
Männer von sittlicher Klarheit kennen die Pflichttreue bis zum Tod. Wer die Pflichttreue bis zum Tod kennt, der wird nicht mehr verwirrt werden von Gewinn und Schaden, Leben oder Untergang.
Der Hund vergißt den einz'gen Bissen nicht, und wirfst du ihm auch hundert Steine nach. Im Menschen, den du jahrelang gepflegt, wird durch ein Nichts Verrat und Feindschaft wach.
Ich will dem Menschen ähnlich sein Es mordete der Wolf ein Lamm. Der Fuchs sah lachend zu, als es im Blute schwamm, Und war ganz freudenvoll darüber. Kann dich ein blutger Auftritt freun? Frug mitleidsvoll der Hirsch. "Hirsch, sprach der Fuchs, halt ein! Sehr viele Menschen sehn nichts lieber, Und ich will den Menschen ähnlich sein!" Ihr könntet Blut mit Freuden sehn, Ihr Menschen? Eurer Brüder Blut? O nein, so weit muß euer Heldenmut Und eure Tyrannei nicht gehn! Baut euch durch Menschlichkeit Trophäen!
Der Freunde Eifer ists, der mich Zugrunde richtet, nicht der Haß der Feinde.
Wie die süßeste Frucht zuweilen eine rauhe Schale hat, so verbirgt sich oft eine freundliche und herzliche Natur unter einem rauhen Äußeren.
Charakter im Großen und Kleinen ist, daß der Mensch demjenigen eine stete Folge gibt, dessen er sich fähig fühlt.
Wir kennen uns nur selbst, oder vielmehr, wir könnten uns kennen, wenn wir wollten; allein die andern kennen wir nur aus der Analogie, wie die Mondbürger. Man sehe nur zwei Leute an, die einander freundlich begegnen, einander mit Frau und Kind besuchen, wenn sie sich überwerfen, was da für Vorwürfe aussprudeln, Anekdoten etc. – alles das schlief vorher in ihnen, wie das Pulver in der Bombe, und wenn sie sich gegen einander bückten, so bückte es sich mit. So lange wir nicht unser Leben so beschreiben, alle Schwachheiten aufzeichnen, von denen des Ehrgeizes bis zum gemeinsten Laster, so werden wir nie einander lieben lernen.
Das Hauptmerkmal eines Charakters ist, wie er sich bei Feindseligkeit verhält.
Mißtraue den Glattzüngigen, die sich aus allem herauszureden suchen.
Wenn man einem durchaus reinen und wahrhaft großen Charakter lange zur Seite steht, geht sie wie ein Hauch von ihm auf uns über.
Endlich haben Pflichtgefühl, Rechtsgefühl, Verantwortlichkeitsgefühl und Wahrheitsliebe im Charakter ihre treueste Stütze.
Es gibt Fälle, wo auch der Schwächste nicht schwach bleiben darf und auch, wenn nicht an seiner Einsicht und seinem Verstande, doch an der Sittlichkeit und Ehre die kräftigsten Bundesgenossen findet.
Ein schlechter Mensch ist gleich einem irdenen Gefäße, leicht zu zerbrechen, schwer wieder zu vereinigen. Ein guter Mensch, wie ein goldenes Gefäß, schwer zu zerbrechen und schnell wieder zu vereinigen.
Im großen und ganzen hegen Männer von Ehre, welchem Stand und welcher Partei sie angehören, dieselben Ansichten von Pflicht, Treue, Wahrheit, von Sittlichkeit mit einem Wort.