Charakter Sprüche – freundschaft

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Wer einmal krumme Wege zu gehen liebt, befreundet sich wohl nie wieder mit den geraden der Wahrheit.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788. Hier zitiert nach der 16. Ausgabe von Karl Goedeke, 1878

Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Fünftes Hauptstück. Anzeichen höherer und niederer Kultur

Vortrefflichkeit der Seelen ist ein schönes und ein unzerreißbares Band der Freundschaft und der Liebe.

Schiller, F., Briefe. An Lotte von Lengenfeld, 3. August 1789

Eigne gute Menschenart kann eine fremde Menschenart allein verstehen, trösten und ahnen.

Herder, Übers Erkennen und Empfinden in der menschlichen Seele (alternativer Titel: Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele), entstanden 1774, Erstdruck 1778 (anonym)

Liebe und Hochachtung den Eltern, Treue den Freunden, Ehrfurcht der Religion, Gehorsam den Gesetzen, Mut dem Vaterlande, Gerechtigkeit und Menschlichkeit allen.

Inschrift. Unter dem Bildnis seiner Mutter

Integrität ohne Wissen ist ohne Wert, Wissen ohne Integrität ist gefährlich und fürchterlich.

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Wir schätzen unseren Charakter als etwas, das uns zu eigen ist, mag es gut sein und von den Menschen bewundert werden oder nicht; so müssen wir auch den Charakter unserer Nächsten schätzen, wenn sie anständig sind.

Epikur, Vatikanische Spruchsammlung (Gnomologium Vaticanum Epicureum). [15]

Der böse Charakter vertraut in der Not nicht auf den Beistand anderer; ruft er ihn an, so geschieht es ohne Zuversicht: erlangt er ihn, so empfängt er ihn ohne wahre Dankbarkeit.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Grundlage der Moral

Bei den besten Menschen, die mir begegnet, habe ich noch immer die Reißzähne von den Schneidezähnen ganz deutlich unterscheiden können.

Busch, W., Briefe. An Marie Anderson, 16. April 1875

Denn manchen edlen Stammes ist ein Bösewicht.

Euripides, Elektra, ca. 413 v. Chr

O der Einträchtigen Niederträchtigkeit!

Saar, Kaiser Heinrich der Vierte. Ein deutsches Trauerspiel in zwei Abtheilungen, 2 Bde., 1865-67

Wo meine Redlichkeit aufhört, bin ich blind und will auch blind sein.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Der Blutegel

Es gibt wenige Laster, durch die man sich seine Freunde so verscherzen kann wie durch große Vorzüge.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Viele … und viel mehr als wir ahnen, werden lieber zu Lügnern, als eine Schwäche ihres Charakters einzugestehen.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Sage mir, wie die Leute mit dir umgeh'n, und ich sage dir, wer du bist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn er auch einmal mit den Bessern ging, Vertrau' dem nicht, der dir als Lump bekannt ist; Schmückt er sich auch mit einem Demantring, Man sieht erst recht, wie schmutzig seine Hand ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Worte sind nichts wert, wenn man sie einem Wolf sagt.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Welche Leute ziehen Sie vor: Bibelfeste, die charakterschwach, oder Bibelschwache, die charakterfest sind?

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Einen festen Charakter haben heißt soviel, wie sich unter dem Einfluß anderer Charaktere bewähren; diese anderen sind also notwendig.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Was halb ist, Freund, Sei dir nicht recht! Merk' dir: halb gut Ist auch halb schlecht.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1896

Ein entschiedener Charakter wird man durch Anschluß an entschiedene Charaktere.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930