Charakter Sprüche – klassisch
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Der hat den edlen Ruhm erworben, Daß er dem Guten nachgestrebt hat, Bei dem zum Schmerz, daß er gestorben, Sich Freude mischt, daß er gelebt hat.
Dieses ist die Summe aller wahren Rechtschaffenheit: – begegne andern, wie du möchtest, daß dir selbst begegnet würde, Tue deinem Nachbar nichts, was du nicht möchtest, daß er dir tue. Im Erfreuen, im Kränken, im Wohltun oder Schaden, im Gewähren oder Versagen dient es dem Menschen zur genauen Richtschnur seines Handelns, wenn er auf seinen Nächsten sieht wie auf sich selbst.
Höhere Natur Wird im quälenden Hunger der Löw' am Grase sich laben? So auch ein hohes Gemüt sinke nie unter sich selbst.
In jedem, auch selbst unbedeutenden Menschen liegt im Grunde ein tieferer und edlerer, wenn der wirklich erscheinende nicht viel taugt, oder noch edlerer, wenn er in sich gut ist, verborgen.
Solange der Mensch nicht gesprochen hat, bleiben seine Makel und Tugenden im Verborgenen.
Nichts ist so anziehend und so unaufhörlich interessant wie der Charakter. […] Keine noch so gute Nachricht ist mir so lieb, als wenn mir ein Zug eines edlen Charakters offenbart wird.
An eine Dame aus Kärnten Aus dem Adel deiner Züge Leuchtet Wahrheit kennbar weit, Die stets gleiche Heiterkeit Ist wohl deine einzge Lüge.
Strenge mit gleicher Freundlichkeit zu mildern und mit großer Würde ebenso große Höflichkeit zu verbinden, ist so schwierig wie edel.
Der allgemeine Glaube, dass Testamente ein Spiegel des menschlichen Charakters sind, ist natürlich falsch.
Die Zeit der Muße verrät uns.
Wer aber von der Wankelmütigkeit der unkundigen Menge abhängt, darf nicht zu den bedeutenden Männern gezählt werden.
Auch wenn ein Hund tausendmal pro Tag zur Kirche ginge, er bleibt doch immer ein Hund.
Ein Mann, der sich von Unrecht fernhält, um keinen Fehler zu machen, darf nicht für gut oder gerecht gehalten werden.
Was tief eingeprägt und angeboren ist, wird durch Kunst und Wissenschaft zwar abgemildert, aber nicht besiegt.
Wohl ist's unmöglich, auszuspähn an jedem Mann Verstand, Gemüth und Sinnesart, bevor er sich In Ämtern und Gesetzen wohlvertraut bewies.
Groß ist, wer umgeben von Reichtum arm ist.
Einen guten Charakter kann man sich weder leihen noch kaufen.
Zeichen eines großes Geistes ist es, Großes zu verachten und das Mittelmaß dem Übermaß vorzuziehen.
Die Natur empfiehlt uns keine Fehler, sie hat uns unverdorben und frei geschaffen.
Wie wenige Philosophen gibt es aber, die so charaktervoll, so in ihrem Geist und in ihrem Leben gefestigt sind, wie die Vernunft es fordert?
Besser als die Beredsamkeit schützt die Unbescholtenheit den Stand und die Sicherheit eines jeden.