Charakter Sprüche – klassisch

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Ist der Zorn unerbittlich, zeigt das höchste Härte; ist er jedoch nachgiebig, zeigt das höchsten Wankelmut.

Cicero, Briefe. An seinen Bruder Quintus. Übers. Internet Originaltext: Si implacabiles iracundiae sunt, summa est acerbitas; sin autem exorabiles, summa levitas.

Obgleich er [Ritter Zendelwald] sich gern unterhielt, wo es nicht etwa galt, etwas zu erreichen, redete er doch nie ein Wort zur rechten Zeit, welches ihm Glück gebracht hätte.

Keller, Sieben Legenden, entstanden während der Berliner Zeit, Erstdruck 1871. Die Jungfrau als Ritter

Auch Rechtschaffenheit ist nicht ohne Schuld.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.12a. Übers. Internet Originaltext: Bonitas sine crimine nil est.

Was wertlos ist, halte für teuer, was teuer ist für wertlos: Auf diese Weise wirst du niemandem als gierig oder geizig bekannt.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.29. Übers. Internet Originaltext: Quod vile est carum, quod carum vile putato: sic tu nec cupidus nec avarus nosceris ulli

Weißt du mir nichts von einer Einstellung zu berichten, die sich deutlich von der Dummheit der Masse unterscheidet, die frei ist von dem niedrigen Verlangen nach wertlosen Dingen und frei von den irrigen Annahmen der Menge, höre ich von keinem Verdienst, der eines Herrschers würdig ist.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet

Man liest keine Feigen von Dornhecken.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Kein großer Mann begeht eine kleine Torheit.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Reinheit der menschlichen Natur aber wird durch zweierlei erreicht: durch Wissen und durch Tugend.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Primus. Übers. Internet. Originaltext: Integritas vero naturae humanae duobus perficitur, scientia et virtute.

Allem auf der Welt, dem Größten wie dem Kleinsten, liegt eine einfachste Form zugrunde, die sein Wesen erhält.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Es kann dir nie an Nahrung fehlen, wenn du sie den Menschen aus der Hand frisst.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Gesellschaft

Das größte und edelste Opfer, das man jemandem bringen kann, ist, dass man ihm in Gegenwart seiner Feinde gerecht wird.

Peters, Aphorismen, 1931

Wer die Krone reckt, wächst, wer Wurzeln hat, dem gehört die Erde.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Für den Wert des Menschen gibt es nur ein Maß: Charakter.

Seemann, Funken, 1940

Ich war wahrhaftig davon besessen zu beenden, was ich begonnen hatte, was mich oft in Schwierigkeiten gebracht hat. Einmal hatte ich begonnen, die Werke Voltaires zu lesen, als ich zu meiner Bestürzung herausfand, dass es nahezu 100 umfangreiche und dazu kleingedruckte Bände gab, die dieses Monstrum verfasst hatte, während es 72 Tassen schwarzen Kaffee pro Tag trank. Es musste vollbracht werden, aber als ich endlich den letzten Band aus der Hand legte, war ich sehr froh und sagte: "Nimmermehr!"

Tesla, My Inventions III − My Later Endeavors, 1919. Übers. Internet